World Wide Web: Die passende Domainendung für die Webseite

World Wide Web: Die passende Domainendung für die Webseite

Mittlerweile besteht das Internet aus mehr als 329 Millionen Domains – laut der aktuellen Ausgabe des Verisign Domain Reports. Gegenüber dem Vorjahr (2016) ist damit das Online-Universum um 6,8 % gewachsen. Die Endung .com ist am weitesten verbreitet, gefolgt von .cn (China) und .tk (Tokelau). Laut dem Bericht wird die Zahl der .de-Domains auf 16,1 Millionen beziffert. Bei .xyz handelt es sich um eine der sogenannten neuen Top-Level-Domains in den Top 10. Seit 2013 werden die generischen Domain-Endungen von der Internet-Verwaltung ICANN vergeben und durch sie wurden bis Ende 2016 25,6 Mio. neue Top-Level-Domains registriert.

Die Frage der Fragen: Welche Domainendungen sind wirklich wichtig?

Bei einer Internet-Adresse handelt es sich um die Visitenkarten eines Unternehmens, eines Blogs oder eines Online-Shops im World Wide Web und diese sollte von den Kunden oder Interessenten nicht nur schnell gefunden werden, sondern diese sollten die Domain auch immer wieder gern aufrufen.

Aus diesem Grund besteht der erste Schritt dorthin in der sorgfältigen Auswahl der passenden Domain in Kombination mit dem Webseiten-Namen bestehen. Beides dient als Markenzeichen der Webseite im Internet und sollte daher gut überlegt sein. Dabei gibt es viele Stolpersteine und diese sollte jeder kennen, der im Begriff ist eine Domain zu registrieren.

Von den Service-Providern wird eine große Bandbreite an generischen und länderspezifischen Top-Level-Domains von .com und .de bis .tv oder .co.uk angeboten. Doch nicht jede Endung eignet sich gleichermaßen für die verschiedenen Zwecke. Ganz unabhängig davon, ob ein neues Unternehmen etabliert werden soll, ein junges und modernes Label, ein öffentlicher Verein, ein Blog oder ein Online-Shop, die Domain-Endung sollte entsprechend gewählt werden.

Geschäft und die passende Domainendung

Nach wie vor steht die Endung .com für den geschäftlichen Content noch immer an erster Stelle. Von vielen Unternehmen wird diese genutzt, um damit die internationalen Geschäftsbeziehungen sowie die globale Reichweite auszudrücken. Zudem eignet sich diese Endung hervorragend dafür, um englisch- oder mehrsprachige Webseiten zu betreiben, die für Kunden länderübergreifend von Interesse sind. Zudem können die Firmenbetreiber alternativ auch auf Endungen wie .net, .eu, .org oder .Info ausweichen. Kurz gesagt, für eine seriöse Webseite ist eine dieser Domain-Endungen von grossem Vorteil.

Sollte sich der Geschäftsbereich ausschließlich auf Deutschland oder den deutschsprachigen Raum beziehen, dann ist die Endung .de die bessere Wahl. Denn von ihr wird großes Vertrauen hierzulande ausgestrahlt und sollte für ein lokales oder regionales Business der weltweiten .com vorgezogen werden, sofern die gewünschte Adresse noch frei ist. Wer sein Geschäft nur in ausgewählten Ländern betreibt, der kann sogar den Webseiten-Namen mit diesem Webseitenkürzel ergänzen. Dann ist die Webseite in der jeweiligen Ländersprache bspw. unter Firma.de, firma.at, Firma.fr und Firma.es erreichbar. Es sollten auf jeden Fall die Third-Level-Domains wie .de.vu vermieden werden, denn diese werden von den Kunden als weniger vertrauensvoll eingestuft. Die britische Domain .co.uk bildet hier jedoch eine Ausnahme, da sie so für Neuregistrierungen vorgegeben wird.

700 neue Domain-Endungen wurden 2013 eingeführt. Diese bestehen aus beschreibenden Begriffen und aus diesem Grund werden sie auch als gTLD (generische Top-Level-Domains) bezeichnet. Seit diesem Zeitpunkt sind auch Enden wie .web, .online, .shop, . sport, .music, .design, .nrw, .hotel oder .berlin sowie viele andere möglich. Da diese Endungen noch „neu“ und damit mehr oder weniger unerprobt sind, weisen sie den einen oder anderen Vorteil auf. So erlauben sie es, den Firmennamen direkt mit einer Sparte oder Region/Stadt zu kombinieren und somit können sie von den Internetnutzern von Beginn an thematisch zugeordnet werden.

Beim Online-Shop bitte keine Experimente

Wer einen Online Shop eröffnet, der muss seinen Kunden von vornherein ein Gefühl des Vertrauens vermitteln, damit diese tatsächlich kaufen. Aus diesem Grund sollten bei den Domain-Endungen für Shops keinerlei Experimente gewagt werden. Am besten ist es eine länderspezifische Endung der Zielgruppe zu wählen, wie .de oder .co.uk, um so eine besondere Nähe zum Kunden auszudrücken. Auch die generischen Endungen wie .com sind okay, sofern der Shop einen internationalen Anspruch gerecht werden möchte. Eher abzuraten ist von kreativen Domain-Kombinationen oder unbekannten Länderdomains.

Nur für bestimmte Zwecke: Domainendungen wie .biz – .org – .eu

Die Endung .biz steht für „Business“ und sie wurde eingeführt, damit die Unternehmen aufgrund der schnell schrumpfenden .com-Kombinationsmöglichkeiten eine neue Alternative zur Verfügung haben. Allerdings erhält diese Endung in der Praxis vor .com selten den Vorzug oder auch den Länder-Domains. Daher ist diese Endung weniger bekannt.

Anfangs wurde die Endung .org vorrangig von Organisationen und Vereinen genutzt. Heute wird diese Domain-Endung auch von großen öffentlichen Projekten und Software-Angeboten genutzt. Auch sie gehört zu den generischen TLD’s und ist für jeden frei registrierbar. Sie ist vor allem auch eine gute Wahl für nichtkommerzielle Inhalte, die weltweit vielfach registriert werden.

Die länderspezifische Domain für die Europäische Union lautet .eu und sie ist mit einem Alter von rund acht Jahren noch recht jung. Jedem steht es frei, diese Endung mit seinem Webseiten-Namen zu registrieren, sofern ein Wohnsitz oder eine Firma innerhalb der Mitgliedsstaaten hat – also bspw. nicht in der Schweiz oder Lichtenstein. Für Firmen und Vereine mit länderübergreifenden Tätigkeiten innerhalb der EU ist die Endung .eu eine gute Alternative zu .com.

Ein letzter Tipp für die Entscheidung

Soll eine deutschsprachige Domain entstehen, dann ist eine Endung wie .de oder .at durchaus sinnvoll. Denn den Usern wird beim Aufrufen der Seite suggeriert, dass sie dort ein deutschsprachiger Inhalt erwartet. Aus diesem Grund ist für viele deutsche Seitenbetreiber .de weiterhin die erste Wahl.

Allerdings ist die Wahl des Domain-Namens, der Wahl der Domain-Endung überzuordnen. Es sollte dabei nicht auf einen markenstärkenden oder besonders prägnanten Namen für die Webseite verzichtet werden, nur weil die Domain-Endung nicht mehr erhältlich ist. In diesem Fall sollte auf die zweit- oder drittbeste Option ausgewichen werden.

Im übrigen: Die Wahl der Domain-Endung hat laut der Meinung der meisten SEO-Experten keinen all zu großen Einfluss auf das SEO-Ranking der Webseite bei Google. Zwar werden von Google die Endungen wie .com, .de, .net und andere vermutlich als vertrauensvoller eingestuft und somit etwas höher gerankt, aber für den Betreiber, der bereits mit seinem Namen oder Inhalten gut rankt, spielt die Endung kaum eine Rolle.

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