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Wirtschaftskrise sorgte für Polarisierung auf deutschem Arbeitsmarkt

5. Februar 2011 12:34

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Wirtschaftskrise sorgte für Polarisierung auf deutschem Arbeitsmarkt

Während der rund zwei Jahre dauernden Wirtschaftskrise hat sich der Arbeitsmarkt drastisch gewandelt. Zwar blieb ein scharfer Anstieg der Arbeitslosigkeit durch Maßnahmen wie Kurzarbeit oder die Nutzung von Arbeitszeitkonten aus, doch innerhalb der Beschäftigungsgruppen zeigen sich deutliche Verschiebungen: Immer mehr einfache Jobs verschwinden, qualifizierte Arbeitsplätze entstehen dagegen neu, berichtet der “Spiegel”. Besonders im Industrieland Baden-Württemberg ist der Wandel enorm.

Dort verloren in der Metall- und Elektroindustrie zwischen März 2008 und März 2010 rund 10 Prozent der An- und Ungelernten ihren Job, während es bei den Ingenieuren einen Zuwachs von mehr als sechs Prozent gab. Noch deutlicher zeigte sich der Wandel in der Automobilbranche. Dort gab es einen Rückgang der Beschäftigung für An- und Ungelernte um knapp 15 Prozent, selbst bei Facharbeitern reduzierte sich die Zahl um knapp fünf Prozent, während sie bei Ingenieuren um fast 14 Prozent stieg. “Ein klarer Stellenzuwachs für Ingenieure bei gleichzeitig rückläufiger Beschäftigung der Un- und Angelernten und Facharbeitern kann als Indiz für eine Polarisierung des Arbeitsmarktes angesehen werden”, sagt Ralf Rukwid, Volkswirt an der Universität Hohenheim.

Diese Meldung aus Hohenheim wurde am 05.02.2011 um 11:29 Uhr mit den Stichworten DEU, Arbeitsmarkt, Wirtschaftskrise übertragen.

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