ViWa Invest: Finanzierungen für kleine und mittelständische Unternehmen

ViWa Invest: Finanzierungen für kleine und mittelständische Unternehmen

In den letzten Jahren hat die Europäische Zentralbank die Leitzinsen immer weiter gesenkt. Das kommt vor allem dem Kreditgeschäft sehr zu gute, denn durch die vermehrte Kreditaufnahme von privaten Haushalten wird die Wirtschaft ordentlich ankurbelt. Nach einer GfK-Studie zum Konsumklima befanden sich die Deutschen selbst nach Weihnachten noch in Kauflaune. Damit stieg die Konjunktur-Erwartung im Januar dieses Jahres auf den höchsten Stand seit eineinhalb Jahren. Aber wie so oft, hat die Medaille auch hier eine Kehrseite: Die Nullzinspolitik der EZB setzt die Banken, kombiniert mit den strikteren Anforderungen an die Banken in Bezug auf die Eigenkapitalquote (Basel III), immer weiter unter Druck.

Die Nullzinspolitik der EZB

Insbesondere Filialbanken werden aufgrund von ausbleibenden Erträgen aus Kreditgeschäften vor neue Herausforderungen gestellt und sie werden dazu veranlasst, in sämtlichen Bereichen einzusparen und ihre Risiken zu minimieren. Nicht ohne Grund schließt eine Bankfiliale nach der anderen, nicht grundlos fusionieren immer mehr Bankhäuser, um sich die zentralen Bereiche zu teilen und Synergieeffekte zu nutzen. Wenn sich die Banken es nicht mehr leisten können, einen Kreditausfall zu erleiden und immer weniger Risiken eingehen können, dann wird dadurch in erster Linie der deutsche Mittelstand in Mitleidenschaft gezogen. Denn eine rückläufige Kreditvergabe an die kleinen und mittelständischen Unternehmen wird sich mittelfristig negativ auf die Realwirtschaft auswirken. Somit erreicht die Nullzinspolitik der EZB eigentlich genau das Gegenteil von dem ursprünglich geplanten konjunkturellen Aufwärtstrend. Dort wo der deutsche Mittelstand eigentlich von der Politik unterstützt und gestärkt werden müsste, tragen die schärferen Kreditvergaberichtlinien der Banken eher dazu bei, dass vielen Betrieben der Zugang zu Fremdkapital verwehrt bleibt.

Es entstehen immer mehr alternative Finanzierungsarten

Tun sich die mittelständischen und großen Unternehmen noch leichter, einen Kredit von einer Bank zu erhalten, so sieht das bei den kleinen Unternehmen schon ganz anders aus. Aus diesem Grund sind KMU dazu gezwungen, über den Tellerrand zu schauen und sich nach alternativen Finanzierungsmöglichkeiten umzusehen. Aber auch der Bedarf an alternativen Finanzierungsmöglichkeiten für den Mittelstand immer größer wird, das ist längst bekannt. Viele Finanzdienstleister wie die ViWa Invest GmbH haben im Laufe der letzten Jahre entsprechende Angebote ausgearbeitet und bieten Finanzierungsprojekte an, die vor allem die kleinen und mittelständischen Unternehmen bis zu Investitionssummen von einer Million Euro benötigen.

Neben der „normalen“Finanzierung gibt es zudem auch noch andere alternative Finanzierungsmöglichkeiten, wie Factoring und Finetrading.

Der Verkauf von offenen Forderungen

Vor allem offenen Kundenforderungen können für ein kleines und mittelständisches Unternehmen das Aus bedeuten. Sollte ein Unternehmen zu viele Außenstände haben, dann ist es irgendwann selbst nicht mehr in der Lage, seinen eigenen Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. Im schlimmsten Fall fallen die Forderungen sogar komplett aus und das kann einem kleinen Unternehmen sehr schnell das Genick brechen. In dem Fall stehen den Leistungen, die das Unternehmen erbracht hat, keine Umsatzerlöse gegenüber und aus diesem Grund nutzen vor allem immer mehr kleine und mittelständische Unternehmen die Möglichkeit, ihre offenen Kundenforderungen an einen Factoring-Partner zu verkaufen.

Bei dem Factoring handelt es sich jedoch nicht um eine Kreditfinanzierung, sondern um ein Kaufgeschäft. Dabei werden die offenen Kundenrechnungen des Unternehmens von der Factoring-Firma aufgekauft und das verschafft dem Unternehmen dann wieder Liquidität. In dem Fall liegt dann das Risiko des Komplett-Ausfalls zu 100 % beim Factoring-Partner. Sollte die Forderung tatsächlich komplett ausfallen, dann hat der Unternehmer dennoch sein Geld erhalten. In der Regel übernimmt der Factoring-Partner dann das komplette Mahnwesen und somit hat der Unternehmer auch keinerlei Aufwand mit dem Ausstellen von Mahnungen und muss sich folglich auch nicht mehr mit dem zahlungsunwilligen Kunden auseinandersezen.

Ein praktischer Nebeneffekt des Factorings: Die Bilanzstruktur verbessert sich durch den Wegfall hoher Außenstände und damit verbessert sich zugleich auch die Bewertung bei den Banken und Rating-Agenturen.

Die flexible Finanzierung von Waren

Bei Großaufträgen müssen viele Selbstständige und Unternehmer in Vorleistung gehen. Damit sie den Auftrag ausführen können, müssen Material und Betriebsmittel angeschafft werden. Das Unternehmen macht jedoch erst dann Umsätze, wenn der Auftrag fertiggestellt ist und abgenommen wird. Oftmals vergehen mehrere Monate zwischen Auftragsvergabe und Lieferung, teilweise sogar Jahre. Das Problem ist, dass darunter die Liquidität leidet und so mancher kleine Betrieb stößt dann an seine Grenzen oder aber eine Auftragsvergabe kommt aufgrund von mangelnder Liquidität nicht zu Stande.

Die kleinen und mittelständischen Unternehmen können durch das Finetrading ihren Wareneinkauf bankenunabhängig vorfinanzieren. Dabei handelt es sich dann nicht um einen Kredit im engeren Sinne, sondern eher um ein Handelsgeschäft. Der Finetrader nimmt hier dann sozusagen die Rollen des Zwischenhändlers ein. Der Unternehmer handelt alle Konditionen aus, während der Finetrader als Zwischenhändler die Ware im Auftrag des Unternehmens beim Lieferanten bestellt. Die Rechnung wird dann an den Finetrader gestellt und der Unternehmer erhält die Ware. Sobald das Unternehmen den Erhalt der Ware bestätigt, zahlt der Finetrader die Rechnung. Von diesem wird dem Unternehmen dann ein vereinbartes Zahlungsziel eingeräumt und er erhält dafuer eine Gebühr vom Unternehmen.

Damit muss sich das Unternehmen keine Sorgen um seine Liquidität machen und kann die vorfinanzierte Summe ganz bequem mit Zahlungsziel ausgleichen. Eine solche Vorgehensweise wirkt sich nicht nur positiv auf die Entwicklung des Geschäftes aus, sondern es wird zugleich auch die Position des Unternehmers gegenüber dem Lieferanten gestärkt.

Nimm an der Diskussion teil

Your email address will not be published.