TawiPay: teure Geldtransfers vergleichen

Schweizer FrankenLausanne – Im Zuge der Migration und der Globalisierung leben viele Menschen nicht in ihrem Heimatland und schicken regelmäßig Geld in die Heimat, um die dort lebenden Angehörigen zumindest finanziell zu unterstützen. Allerdings sind die Gebühren für den Geldtransfer bei den bekannten Anbietern Western Union oder MoneyGram sehr hoch.

Schweizer Jungunternehmer ermöglichen nun auf der französischsprachigen Plattform TawiPay einen Vergleich der Überweisungskosten, so dass man den günstigsten Anbieter auswählen kann. Nach dieser Aufstellung befindet sich die Schweiz auf Platz drei der Weltrangliste bezüglich der Höhe der überwiesenen Summen, direkt hinter Saudi Arabien und den USA. Aus der Schweiz wird somit viel Geld ins Ausland überwiesen und durch TawiPay besteht die Möglichkeit, die Überweisungsgebühren besser miteinander zu vergleichen.

Die hohen Gebühren der Geldüberweisungen ins Ausland haben François Broid, den Gründer von TawiPay auf diesen Vergleich der Überweisungsgebühren ins Ausland gebracht und auch auf die Summen, die insgesamt aus den verschiedenen Ländern in die jeweilige Heimat überwiesen werden. Im Jahr 2013 haben auf der ganzen Welt Migranten insgesamt 410 Milliarden Dollar in ihre jeweilige Heimat geschickt. Damit sind vor allem Entwicklungsländer gemeint. Laut der Weltbank und dem Währungsfonds IWF ist die Summe nun viermal höher als noch vor zehn Jahren. Bei diesen Summen können verschiedene Unternehmen beträchtlich an den anfallenden Überweisungsgebühren verdienen.

Schweizer Unternehmer ermöglichen jetzt einen Vergleich

Der Schweizer Jungunternehmer ermöglichen jetzt zwar einen Vergleich der Überweisungsgebühren und der versendeten Summen, allerdings handelt es sich dabei vor allem um Schätzungen, da keine genauen Zahlen erhoben werden. Hinzu kommen private Geldtransfers über Landesleute und durch Besuche, die neben den offiziellen Möglichkeiten bestehen und dafür sorgen, dass genaue Summen nicht nennbar sind. Die Überweisungsgebühren sind aber sehr hoch und betragen teilweise bis zu 10 Prozent der überwiesenen Summe. Zu den bekanntesten Anbietern bei den internationalen Überweisungen zählen Western Union und MoneyGram.

Schweiz auf Platz drei der Weltrangliste

Das Transfer-Volumen der Schweiz liegt bei rund 20 Milliarden Dollar pro Jahr. Damit liegt die Schweiz hinter den USA mit 48,3 Mrd. und Saudi Arabien mit 26 Mrd. Dollar auf Platz drei der Weltrangliste. Proportional gesehen überweisen die Immigranten der Schweiz aber am meisten Geld, da rund 11.000 Dollar pro Kopf und Jahr überwiesen werden. Zum Vergleich: In den USA beträgt der Betrag nur rund ein Zehntel. Erklären lassen sich diese Zahlen aber aufgrund der Herkunft der Ausländer in der Schweiz und aufgrund der teilweise hohen Qualifikationen, die mit gut bezahlten Jobs einhergehen. Von den 1,7 Millionen Ausländern im Jahr 2011 in der Schweiz kamen rund 1,5 Millionen aus Europa. Diese sind sehr gut qualifiziert und verdienen daher ausreichend, um solche Summen zu versenden.

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