Streit im Vorstand der Piratenpartei eskaliert

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Berlin – Der interne Streit im Bundesvorstand der Piratenpartei eskaliert. Der stellvertretende Parteivorsitzende Sebastian Nerz wirft dem politischen Geschäftsführer Johannes Ponader Alleingänge vor und spricht von möglichen Rücktritten. „Es gibt ein Problem des Vorstandes mit Johannes Ponader“, sagte Nerz der „Welt“.

Dieser ignoriere Mehrheitsmeinungen des Vorstandes, wenn diese ihm nicht passten. „Teilbereiche des Vorstandes sind heute nicht arbeitsfähig.“ Die Kritik von Vorstandsmitgliedern an Ponader schwelt seit Monaten. Es gab sogar erste Rücktrittsforderungen, nachdem die „Welt“ über eine umstrittene Spendensammlung für Ponader berichtet hatte. Zur derzeitigen Eskalation hat beigetragen, dass Ponader sich gegen einen Mehrheitsbeschluss des Vorstandes stellt und eine Einladung zu einer TV-Talkshow annehmen will. Nerz sieht deshalb nur noch drastische Auswege. Es gebe zwei Möglichkeiten: „Die Aufgaben werden nur noch einzeln bearbeitet. Notwendige Dinge wie eine gemeinsame Medienstrategie wären dann allerdings nicht möglich. Die andere Möglichkeit: Es müssen personelle Konsequenzen gezogen werden: Das wären dann Rücktritte.“
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