Lebensbegleitende Berufsberatung in Leipzig gestartet

Lebensbegleitende Berufsberatung in Leipzig gestartet

Ab März 2017 erprobt die Bundesagentur für Arbeit (BA) die Lebensbegleitende Berufsberatung an drei Standorten in Deutschland. Projektstart war am 2. März 2017 in Leipzig.

Künftig werden neben den arbeitslosen Frauen und Männern zunehmend alle Beschäftigten rund um die Themen Ausbildung, Arbeit, Studium, Weiterbildung und berufliche Neuorientierung beraten und unterstützt. Um das zu erreichen, wurden in der Agentur für Arbeit Leipzig über dreißig zusätzliche Mitarbeiter in der Berufsberatung und Arbeitsvermittlung eingestellt.

Demographischer Wandel, Digitalisierung, technischer Fortschritt: Auf dem Arbeitsmarkt der Zukunft werden Erwerbsbiographien unsteter, häufigere Arbeitsplatzwechsel und regelmäßige berufliche Anpassungen eher Regel als Ausnahme. Auf diese künftigen Herausforderungen reagiert die Bundesagentur für Arbeit bereits heute mit dem Projekt „Lebensbegleitende Berufsberatung“. Das neue Angebot bietet umfassende, individuelle und präventive berufliche Orientierung und Beratung für Menschen in jeder Lebensphase. Es beginnt mit der systematischen und frühzeitigen Berufsorientierung und Berufsberatung in den Schulen, geht über das Beratungsangebot während der Ausbildung oder des Studiums bis hin zur Beratung für Beschäftigte, die sich beruflich neu orientieren oder weiterentwickeln wollen.

Detlef Scheele, Vorstand der Bundesagentur für Arbeit, betonte bei der Eröffnungsveranstaltung in der Arbeitsagentur Leipzig den präventiven Ansatz des neuen Angebots: „Die Lebensbegleitende Berufsberatung soll dazu beitragen, dass Arbeitslosigkeit gar nicht erst entsteht. Junge Menschen sollen möglichst nicht ohne Ausbildung ins Berufsleben einsteigen, Beschäftigte sollen Veränderungen in ihrem Arbeitsleben möglichst ohne Phasen der Arbeitslosigkeit meistern können. Wir wollen für die Menschen zum Lotsen durch alle Situationen des Berufslebens werden und sie über das gesamte Arbeitsleben beraten. Damit leisten wir auch einen wesentlichen Beitrag zur Fachkräftesicherung.“

„Sachsen ist vom Demografischen Wandel sehr stark betroffen. In den kommenden zehn Jahren gehen dem sächsischen Arbeitsmarkt über 200.000 Menschen verloren, weil immer mehr in den Ruhestand übergehen. Damit steigen die schon heute hohen Fachkräftebedarfe der Unternehmen weiter. Die Digitalisierung führt zusätzlich zu neuen Anforderungen an die Arbeitnehmer – Berufe und Kompetenzen ändern sich. Um in diesem Wandel mithalten zu können, ist Lebenslanges Lernen für uns alle wichtig. Deshalb freue ich mich für Sachsen, dass der neue Ansatz der BA in unserer Region erprobt wird“, sagte Klaus-Peter Hansen, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen der BA.

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