Silvester ruhig, dank massivem Polizeieinsatz

Silvester ruhig, dank massivem Polizeieinsatz

Die Dortmunder Polizei hat im Laufe des Silvesterabends ihr ohnehin schon hohes Aufgebot noch einmal verstärkt. Grund hierfür waren mehrere hundert Männer, vornehmlich aus Nordafrika, die sich in Kleingruppen aber auch in größeren Gruppen am Platz von Leeds in der Dortmunder Innenstadt gesammelt haben. Teilweise wurden diese Männer schon vorab bei ihrer Ankunft am Hauptbahnhof kontrolliert. Ruhig blieb es in Dortmund nur, dank der massiven Präsenz der Polizei.

Wieder zahlreiche Nordafrikaner in Köln

Es ist auch keine Überraschung, dass es in Köln ruhig blieb. Schließlich war die Polizei in Armeestärke angerückt. Die Verantwortlichen, von Innenminister Jäger bis hin zur Kölner Polizeiführung, wollten ihr Versagen vom letzten Jahr nicht wiederholen.

Dennoch waren über Tausend junge Männer, vornehmlich aus Nordafrika angereist. Die hohe Zahl der aggressiven jungen Männer aus diesem Kulturkreis werden zum Dauerproblem für die Sicherheit.

Der Vorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK), André Schulz, bewertet den Polizeieinsatz in der Silvesternacht in Köln und anderen großen Städten als auf den ersten Blick erfolgreich. „Soweit wir bis jetzt wissen, hatte die Polizei die Lage im Griff“, sagte Schulz der „Heilbronner Stimme“ (Montagsausgabe). Es sei ein enorm hohes Aufgebot an Beamten an den kritischen Punkten eingesetzt worden.

„Man musste in Köln mit Blick auf das letzte Jahr natürlich reagieren. Aber das kann nur eine Ausnahme bleiben“, mahnte Schulz. „Oder wollen wir tatsächlich zukünftig so leben?“ Es könne nicht sein, dass wir „israelische Verhältnisse“ bekämen und Feiern sowie Veranstaltungen in der Öffentlichkeit nur noch unter massivem Polizeischutz möglich seien. Da sei die Politik gefordert. „Man darf nicht nur die Symptome bekämpfen, sondern muss sich um die Ursachen kümmern“, so Schulz. Zudem sei die Polizei bereits seit Jahren hoch belastet, sagte der BDK-Chef. „Viele Menschen haben zum Beispiel Angst vor Einbrüchen. Da können wir schon lange nicht mehr so ermitteln, wie wir es gerne tun würden.“

Einige Zwischenfälle in Münster

„Die Münsteraner haben am Domplatz, in der Innenstadt und im Hafenviertel fröhlich feiernd das Neue Jahr begrüßt“, beschrieb Polizeirätin Susann Zschiesche heute (1.1.2017) ihren Eindruck von der Silvesternacht. „Die verstärkte Präsenz der Polizei in diesem Jahr hat sich bewährt“, erläuterte die Einsatzleiterin.

Mehr als 200 Beamte waren auf den Straßen und in den Wachen im Einsatz und erlebten eine eher durchschnittliche Silvesternacht. Insgesamt 123 Einsätze fielen in der Zeit von 18:00 bis 06:00 Uhr morgens an. In 28 Fällen mussten die Polizisten wegen Streitigkeiten, Randalierern oder Schlägereien ausrücken. 12 Anzeigen wegen Körperverletzung, Nötigung oder Beleidigung waren die Folge. Nur einen Verkehrsunfall registrierten die Beamten in der Nacht. Ein 27 jähriger Radfahrer stürzte am Sonntagmorgen (1.1., 03:00 Uhr) auf der Gartenstraße und musste mit einer blutenden Kopfverletzung ins Krankenhaus gebracht werden.

Bereits um 21:45 Uhr waren Polizisten Hinweisen auf eine Gruppe Nordafrikaner nachgegangen, die sich vom Hauptbahnhof in Richtung Innenstadt bewegen sollten. Die Beamten kontrollierten dabei einzelne Personen und Kleingruppen aus dem arabischen und nordafrikanischen Raum.

Trotz eindringlicher Mahnung fielen Einzelne auf dem Domplatz durch wenig sachgerechten Gebrauch von Feuerwerkskörpern auf. Ein 18-jähriger Münsteraner warf einen Knallkörper über eine Gruppe von mehreren Personen, ein gleichalteriger Münsteraner schoss eine entzündete Rakete direkt in eine andere Gruppe. Glücklicherweise wurde niemand verletzt, beide Täter müssen sich wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung verantworten. Ein 16-Jähriger aus Münster feuerte eine Silvesterrakete bewusst auf die Gebäudefassade der Bezirksregierung. Polizeibeamte schritten ein und stellten 3 weitere Pakete Pyrotechnik mit einer Altersbeschränkung ab 18 Jahren sicher.

Schon um 21:50 Uhr betraten fünf Personen einen Kiosk an der Hafenstraße. Ein Unbekannter aus der Gruppe zündete einen „Böller“ im Inneren des Ladenlokals. Als der Kiosk-Besitzer die Personen daraufhin zum Verlassen des Ladens aufforderte, schlug ihm einer der Männer mit einer Bierflasche auf den Kopf und flüchtete. Nach Angaben des Opfers hatte der Täter ein nordafrikanisches Erscheinungsbild. Er ist etwa 30 Jahre alt und 1,75 Meter groß. Der Unbekannte war mit einem dunklen Parka bekleidet.

Die Polizei ermittelt in 6 Fällen wegen Brandstiftung und Sachbeschädigung, nachdem an der Finkenstraße, der Hammer Straße und am Gescherweg Mülltonnen durch Feuerwerkskörper in Brand gesetzt wurden. Am Nerzweg gerieten gleich 3 Balkone in Brand, am Middelkamp ein weiterer. An der Dorbaumstraße brannte ein Briefkasten der Post. In allen Fällen musste die Feuerwehr die Brände löschen.

Gegen 03:56 Uhr beobachteten Zeugen an der Bahnhofstraße einen 16-jährigen Algerier beim versuchten Taschendiebstahl. Er hatte einem 21-jährigen Mann aus Ahlen ein frohes neues Jahr gewünscht und ihn dabei umarmt. Diese Ablenkung nutzte der junge Taschendieb für einen schnellen Griff in die Jackentasche. Ermittlungen ergaben, dass der 16-jährige wegen ähnlicher Delikte gerade erst aus der Haft entlassen wurde. In einer Diskothek am Hawerkamp versuchte gegen 02:00 Uhr ein 20 jähriger Algerier einem Gast das Mobiltelefon aus der Hosentasche zu entwenden. Obwohl er hierbei auffiel, wandte er sich gleich dem nächsten Opfer zu und stahl ein Mobiltelefon aus der Handtasche einer Besucherin aus Haltern.

Gegen 01:50 Uhr sprachen Unbekannte einen 33 jährigen Münsteraner an und baten um Zigaretten. Für die Zigaretten bedankenden sich die beiden Taschendiebe mit einer intensiven Umarmung und entwendeten dabei das Portemonnaie aus der Jackentasche. Die beiden arabisch aussehenden Männer sollen 170 cm groß sein, einer trug eine rote Jacke.

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