Scheele empfiehlt „Belagerung“ für Hartz-IV-Bezieher mit Kindern

Scheele empfiehlt „Belagerung“ für Hartz-IV-Bezieher mit Kindern

Scheele-empfiehlt-Belagerung-für-Hartz-IV-Bezieher-mit-Kindern Scheele empfiehlt "Belagerung" für Hartz-IV-Bezieher mit KindernDas neue Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, hat sich dafür ausgesprochen, Eltern, die lange Hartz IV beziehen, in eine „fürsorgliche Belagerung“ zu nehmen: Nötig seien für diese Menschen regelmäßige beschäftigungsfördernde Maßnahmen. „Kinder müssen erleben, dass ihre Eltern mit oder vor ihnen aufstehen, dass es normal ist, aus dem Haus und zur Arbeit oder zur Schule zu gehen. Notfalls sind dafür Hausbesuche nötig“, sagte Scheele der „Süddeutschen Zeitung“ (Montagsausgabe).

Was den Kampf gegen die zuletzt kaum mehr zurückgegangene Langzeitarbeitslosigkeit angeht, warnte er aber vor übertriebenen Erwartungen: „Auch 2016 wird kein Instrument erfunden werden, das die Vermittlungsquoten Langzeitarbeitsloser in lichte Höhen treibt. Wir werden jedoch alles tun, um die Vererbung von Langzeitarbeitslosigkeit zu verhindern.“ Der frühere Hamburger Sozialsenator, der seit Mitte Oktober bei der BA in Nürnberg im Amt ist, zeigte sich auch im Hinblick auf die Integration von Flüchtlingen nicht allzu optimistisch: „Wir sollten nicht zu hohe Erwartungen haben. Wenn es gut läuft, werden im ersten Jahr nach der Einreise vielleicht zehn Prozent eine Arbeit haben, nach fünf Jahren ist es die Hälfte, nach 15 Jahren 70 Prozent.“ Scheele rechnet damit, dass es Mitte des zweiten Quartals in den Jobcentern „so richtig losgeht“. Dann seien viele Asylbewerber anerkannt und könnten um Hilfe bitten.

Foto: Bundesagentur für Arbeit, über dts Nachrichtenagentur

 

14 Kommentare "Scheele empfiehlt „Belagerung“ für Hartz-IV-Bezieher mit Kindern"

  1. Peter Hohlen   1. Februar 2016 11:56 at 11:56

    Solche Menschen sollte man SOFORT ! aus der BA Führung entfernen ! Bei Arbeitslosigkeit von einer Vererbung zu sprechen ist ja wohl hinterste „Philosophie“ , erst recht wenn das aus den Reihen der Jobcenter oder gar der BA kommt DENN gerade diese Personen kennen die Zahlen ganz genau weil es Ihre eigenen sind : 4,9 Mio Arbeitssuchende treffen auf die Zumutbarkeitsregeln im Dezember 2015 auf nur 100000 freie Helferstellen !! Zumal genetisch vererbt bedeutet : Alle Eltern in Hartz IV haben noch NIE ! gearbeitet … eine Frechheit sowas zu behaupten während diese Menschen die Kinder aufziehen die später unsere Rente bezahlen sollen :-( WEG mit dem Mann !!

  2. hwj   1. Februar 2016 12:19 at 12:19

    Faschistoide Vorstellungen eines Mitbürgers, der nie selbst gegen Lohn gearbeitet hat.
    Der Mann impliziert Vollbeschäftigung, die es nicht gibt. Als Lehrer der eigenen Kinder muss man diese Weltfremdlinge ablehnen, an den Schaltstellen der Macht sind solche Sarrazynisten gemeingefährlich für unsere Gemeinschaft!

  3. Haferkorn   1. Februar 2016 12:49 at 12:49

    Die Bundesagentur für Arbeit sollte sich vor allem darum sorgen, dass es Arbeitslosengeld II – Empfänger und ihren Kindern erträglich gut geht und sie am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.
    Den Schreibtischtäter Detlef Scheele sollte man wegen seiner faschistoiden Äußerungen schleunigst aus dem öffentlichen Dienst entfernen. Ansonsten riskiert man, dass Staatsdiener die Menschen nach und nach wieder nach Qualitätsklassen einteilen.

  4. Freespeech   1. Februar 2016 13:29 at 13:29

    Ich empfehle Herrn Scheele, sich mal auf seinen Geisteszustand untersuchen zu lassen. Denn nur Vollidioten benutzen solche Formulierungen, wie sie in dem Artikel genannt wurden. Dabei kann einem eigentlich nur übel werden.
    Vielleicht sollte man dem Herrn mal die Lektüre der Nazizeit empfehlen. Damals wurde sog. unwertes Leben einfach zwangssterilisiert.
    Das wäre wohl das Beste, wie man die “unkontrollierte Vererbung” der Hartz IV Empfänger unterbinden könnte: Einfach den “Sack” abschneiden.
    Aber zu derart drastischen Maßnahmen trauen sich hohe Beamte offenbar (noch) nicht bzw. sie kleiden ihre Grausamkeiten gern in butterweiche Formulierungen.
    Das ist nicht nur grausam sondern zeigt auch die menschenverachtende Haltung gewisser Bürokraten der BA, die offenbar glauben, daß ALG II beziehende Eltern den ganzen Tag nur im Bett liegen, während der Nachwuchs brav zur Schule geht.
    Es gibt mittlerweile viele (16,5 Mio.) wirtschaftlich Schwache und viele sozial Schwache.
    Herr Scheele gehört zu Letzteren.

  5. Una Mansai   1. Februar 2016 13:30 at 13:30

    Es ist schockierend, wie herablassend und diskriminierend hier über ALG II Bezieher abgeurteilt wird. Ich beziehe auch ALG II. Nicht weil ich faul bin (habe 35 J gearbeitet) oder nicht am Morgen aufstehen will (Ich stehe JEDEN Morgen um 5:00 Uhr auf). Sondern weil es keine Arbeit gibt, schon gar nicht für Frauen und auf dem Dorf. Aber inzwischen sind wir es gewöhnt von den Herrn und Damen in der Politik für ihr Unvermögen den Preis zu zahlen. Seit Jahren wird gepredigt, das wir Fachleute brauchen, aber unsere Politiker holen sie lieber aus dem Ausland, an statt unser Schulsystem den heutigen Ansprüche an zupassen. Und Unsere Jugend entsprechend zu fördern. Unsere Wirtschaft krankt an allen Ecken und Enden. Weil die Profitgier der Machthabern keine Grenzen kennt. Bestes Beispiel aktuell, Ölpreis!! Wie kann es sein, das der absolut in den Keller geht, ich aber noch immer 1,16 bis 1,26€ pro Liter bezahlen muss? Und jeder weiß, das fast bei jeder Preisgestaltung der Erdölpreis eine nicht unerhebliche Rolle spielt, selbst wenn es sich nur um die Umverpackung handelt. Arbeitslose Menschen werden von unserer Regierung bewußt zum Bu- Mann gemacht um sich selbst als Tadellos hinstellen zu können. Schaun wir mal, wie lange das noch geht, ich hoffe doch nicht auch 40 Jahre bis das Volk begreift, wie einige Wenige auf unsere Kosten es sich gut gehen lassen.

  6. hwj   1. Februar 2016 13:59 at 13:59

    Naive Weltansichten eines Hamburger Senators für Arbeit und Soziales.
    Man höre mal genau hin, was er den jungen Menschen da vermittelt (min 04:40) auf die Frage, wie man den Obdachlosen an HH-Hbf helfen könne:
    „Das ist ein komisches [Kopfschütteln in Richtung des Fragers] Phänomen. Das hatte ich auch gedacht dass das Obdachlose sind, sind es aber in der Regel nicht, Diejenigen, die da am Hauptbahnhof trinken und die Leute belästigen, sind arbeitslose Menschen, die irgendwo wohnen, und sich dann am Hauptbahnhof zum gemeinsamen trinken treffen. Die Obdachlosen sind ganz zurückgezogene Menschen, die irgendwo in den Hauseingängen und Parks leben. Dem klassischen Obdachlosen ist es am Hauptbahnhof viel zu „rummelich“, die haben keine Lust sich mitten in das Gewühl am Hauptbahnhof zu setzen. Obdachlose sind da in der Regel nicht.“
    https://www.youtube.com/watch?v=FwkNbWMe40k

  7. MPR   2. Februar 2016 9:09 at 9:09

    Während ich die ersten Zeilen des Artikel las, malte ich mir schon die Stimmung in den Kommentaren aus. War nicht schwer, trotzdem frustrierend, wie offensichtlich und absehbar Ihre Reaktionen sind. Und direkt wird die Nazikeule geschwungen… Nicht zu fassen, von dem fehlenden Zusammenhang ganz zu schweigen.
    Anstatt kurz über den Hintergedanken nachzudenken – nämlich, dass der Mann versucht, irgendwas zu tun und dazu ein Konzept vorstellt – wird sich hier brüskiert über die Einmischung in das Leben des Arbeitslosen. Dazu unterstelle ich, dass nicht ein einziger weitergehend recherchiert hat, ob hier Erwähntes genau so und in diesem Kontext gesagt wurde oder ob der Artikel nur die „generell hängengebliebene Aussage“ widergibt. Schliesslich liegt hier ein Artikel vor, der über einen Artikel berichtet, der über etwas Gesagtes berichtet.
    Er hat meines Erachtens recht, es gibt diese Menschen, die den beschriebenen Alltag vorleben: Nicht zeitig aufstehen, kein Tagesziel haben, nur rumdümpeln und am Handy hängen.
    Natürlich gibt es Menschen, die trotz (teils nicht selbstverschuldeter) Arbeitslosigkeit früh aufstehen. Aber auch hier hinterfrage ich. Steht man früh auf, um Bewerbungen zu schreiben, oder um am Smartphone FarmVille oder ähnliche abzurufen und das Spiel am Laufen zu halten? Auch hier kenne ich persönlich wieder Typ A und Typ B.
    Klar schliesse ich das nicht aus, dass dieser Mann von der BA nicht alle Tassen im Schrank hat. Aber egal was er tut, irgendwo wird sich immer beschwert.
    Wer meinen Kommentar auf magische Weise Kredibilität abschwätzen möchte, weil ich ja keine Ahnung hätte – ich beziehe im Rahmen einer beruflichen Weiterbildung ALG1 + ALG2 aufstockend.
    Gruß und schönen Tag.

  8. Adolf   2. Februar 2016 12:40 at 12:40

    „Wenn es gut läuft, werden im ersten Jahr nach der Einreise vielleicht zehn Prozent eine Arbeit haben, nach fünf Jahren ist es die Hälfte, nach 15 Jahren 70 Prozent.“
    Der hat echt keine Ahnung von Technologie. In 15 Jahre ist mehr als 70% der Bevölkerung ohne Arbeit! Außer wir erleben einen dritten Weltkrieg oder ähnliches.

  9. Adolf   2. Februar 2016 12:43 at 12:43

    Arbeit niederlegen! Friedlich das System stürzen!

  10. Ernst Lich   2. Februar 2016 14:55 at 14:55

    @MPR Während ich die ersten Zeilen ihres Artikel las, malte ich mir schon die Intention Ihres Kommentars aus. War zu erwarten, trotzdem frustrierend, wie offensichtlich und absehbar Ihre Reaktionen sind. Und direkt wird die Neokeule geschwungen…
    Nicht zu fassen, von dem fehlenden Zusammenhang ganz zu schweigen.
    Den höchsten Anteil der Eltern, die Hartz IV beziehen müssen, stellen alleinerziehende Mütter. Die Betroffenen befinden sich meist in äußerst prekären Situationen, weil sie die Aufgaben einer Familie mit oft mehreren jungen Kindern allein bewerkstelligen müssen.
    Wenn Scheele sogenannte „beschäftigungsfördernde Maßnahmen“ und ständige Hausbesuche installieren möchte, Zitat: „Kinder müssen erleben, dass ihre Eltern mit oder vor ihnen aufstehen, dass es normal ist, aus dem Haus und zur Arbeit oder zur Schule zu gehen. Notfalls sind dafür Hausbesuche nötig“ so hat der Herr Vorstand offensichtlich von seinem Beruf keine, von der Wirklichkeit draußen gar keine Ahnung.
    Sie offensichtlich auch nicht.
    Alleine die Unterdrückung von 1 Mio. Arbeitslosen aus der Statistik ist schon mal ein Hammer, zusätzlich, wie seit heute bekannt, sich die „offizielle“ Arbeitslosenzahl um weitere 239.000 vergrößert hat, die offensichtlich alle der Hilfe Herrn Scheeles bedürfen…
    Da ist die Verhinderung einer „Vererbung von Langzeitarbeitslosigkeit“ eher einem Stammtischpopulismus zuzuordnen, zumal es die „Arbeit“ gar nicht mehr gibt.
    Und sie wird in den nächsten Jahren sogar noch viel weniger werden, Dank Automation und Globalisierung.
    Das wissen Alle.
    Wider besseren Wissen fährt man trotzdem die Stammtischschiene, weil irgendwie muss man ja auch rechtfertigen, dass sich der dreiköpfige Vorstand immerhin über 72.000 Euro gönnt.
    Monatlich – versteht sich.

  11. hwj   2. Februar 2016 16:40 at 16:40

    Dem @MPR glaub ich das jetzt mal, dass er selbst Betroffener ist. Wenn er ALG1 „und“ ALG2 Aufstocker ist, wird es eben noch laut seiner eigenen Aussage ein wenig dauern, bis er das System tatsächlich begriffen hat. Soll er mal seine „Bewerbungen“ schreiben, ich wünsche ihm viel Glück. Nur ein Irrglaube möchte ich ihm nehmen: in dieser Situation gehört er selbst auch zu denen, die pauschal als „Bahnhofstrinker“ stigmatisiert werden. Das wird er noch begreifen müssen, dass er, wohlgemerkt aus dieser falschen Sicht von Scheele & co., genau dort bereits selbst mit einsortiert ist. Sich als etwas „Besseres“ zu begreifen um sich von diesem Szenario absetzen zu wollen, wird ihm da auch nichts mehr nützen. Das führt allenfalls zu kognitiven Dissonanzen, mit denen er dann allerdings in seiner Abhängigkeit von diesem System auch selbst fertig werden muss. Da hilft im Allgemeinen nur eines, nämlich aus der eigenen Märchenwelt ausbrechen, mal pragmatisch zu reflektieren, was um einen herum wirklich passiert. Gerade in HH gibt es, mal als Orientierungstipp, z.B. die Inge Hannemann, die ich pers. sehr gut kenne.

  12. Tina   2. Februar 2016 17:34 at 17:34

    Ich war Alleinerziehende
    Mein Sohn wollte studieren doch mit dem Studienplatz wurde seine gesamte Leistung eingestellt.
    Als ich fragte wer jetzt die Miete zahlt und was der Junge essen soll wurde mir gesagt, er kann arbeiten gehen dann haben Sie Geld.
    Klar irgend ein Hilfsjob und ein Leben lang weiter auf ergänzendes Hartz4 angewiesen sein.

  13. Morpheus   5. Februar 2016 7:20 at 7:20

    Das ist der Beginn der Reifung der Idee neuer Arbeits- und Internierungslager! Wenn er (Schimpfwort wurde von der Red. entfernt) so faschistisch anfängt, wird es bald einen schrecklichen Krieg geben. Und das ist keine Drohung, sondern ein besorgter Blick in die Zukunft.. Erst destabilisieren die unser Land mit als Flüchtlingen getarnten IS-Terroristen, dann sperren die das eigene Volk in Arbeitslager. Ich sehe, dass sich die Geschichte wiederholt, weil die Menschheit zu dumm und zu borniert gewesen ist, aus ihr zu lernen.. Wehe den Witwen und Waisen in diesen finsteren Zeiten des Kapitals, des Feudalismus und der teuflischen Gier.

  14. der seinen Frieden will   5. Februar 2016 8:40 at 8:40

    Wenn ich hier die vielen guten, sachlichen und ehrlichen Kommentare lese frage ich mich: „Weshalb sind diese Typen noch an der Macht???“ Es wird Zeit UNS von diesen Leuten zu befreien bevor WIR erneut vor den Trümmern UNSERES schönen Landes stehen. Ich habe keine Lust auf Krieg aber der rollt auf UNS zu. Und WIR schauen wie Badegäste am Meer dem herantosenden Tsunami entgegen und können UNS nicht entscheiden ob WIR lieber rennen sollen oder die Klappe halten (respektive stehen bleiben)! Das kann nicht auf Dauer gut gehen. WIR sollten lernen uns situationsgebunden zu entscheiden und nicht nach Parteistrategen. Rechts oder Links? Alles Humbug… Ich liebe meine Heimat und mein Volk. Deswegen hasse ich aber nicht alle anderen und baue auch keine KZ’s. Werfen WIR sie aus ihren Palästen und errichten eine direkte Demokratie!

    dsFw

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