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Prognose: Amerikanische Wirtschaft wird 2016 um 3% wachsen

5. Juni 2015 14:23

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amerikanische WirtschaftDie Wirtschaft der USA und speziell jener Kaliforniens wurde im Rahmen des Anderson Forecast der University of California Los Angeles (UCLA) eine rosige Zukunft vorhergesagt. „Die US-Wirtschaft wird demnach nach einem holprigen Start zu Jahresbeginn ab der zweiten Jahreshälfte bis 2016 um 3% wachsen“, so Rudolf Thaler, österreichischer Wirtschaftsdelegierter in Los Angeles. Die Arbeitslosenrate soll unter die 5%-Marke sinken. Ein leichterer Zugang zu Krediten und Jobzuwächse führen zu einem bleibenden Aufschwung im Immobiliensektor. Die Ölpreise haben ihren Tiefpunkt erreicht und sollen bis 2017 stetig auf über 80 US-Dollar pro Barrel steigen. Die Inflation wird über das 2%-Ziel der US-Notenbank (Fed) ansteigen. Angesichts dieser wirtschaftlichen Eckdaten wird damit gerechnet, dass die Fed ab September die Zinsen „normalisieren“ wird, d.h. die Nullzinsen-Politik beendet. Die bislang rückläufigen Verteidigungsausgaben werden infolge eines bedrohlicheren Weltszenarios wieder zunehmen.

Thaler: „Die Wirtschaft Kaliforniens zieht quer durch alle Branchen und Regionen an – vor allem in den Bereichen Technologie, Beherbergung und Gesundheitswesen. Das Silicon Valley und San Francisco sind dabei die größten Jobgeneratoren, aber auch das Inland Empire profitiert von „Spill Over“-Effekten prosperierender Nachbarregionen und rückt auf Platz drei auf.“ Silicon Valley kommt knapp an die Jobzahlen während des dotcom Booms im Jahr 2000 heran. Die Arbeitslosenrate in Kalifornien soll von für heuer geschätzten 6,2% auf 5% im Jahr 2017 sinken.

Beeindruckende Performance Kaliforniens

Den beeindruckenden wirtschaftlichen Steckbrief des Golden State skizzierte Gouverneur Jerry Brown Ende Mai beim traditionellen „Host Breakfast“, dem jährlichen Treffen für Wirtschaftsleute und Entscheidungsträger in Sacramento: Die wirtschaftliche Erholung drehte das bisherige Budgetdefizit Kaliforniens in ein Plus, wobei Investitionen in Ausbildung und Einzahlungen in den „Rainy Day“-Fond für schlechte Zeiten prioritär sind. Thaler: „Als eigene Volkswirtschaft hätte Kalifornien heuer Brasilien weltweit von Rang sieben verdrängt.“ Seit 2011 wurden in Kalifornien 1,7 Millionen Jobs geschaffen – allein eine halbe Million 2014. Kalifornien hat weltweit das ideale Eco-System für Innovationen: 56% des Venture Capital der USA wurden 2014 in Kalifornien investiert und 27% aller Patente in den USA wurden hier angemeldet. Kalifornien führt die Liste der Bundesstaaten mit den meisten Top Fortune 500 Unternehmen an.

„Wenn die Zukunftsaussichten für die amerikanische Wirtschaft und den wirtschaftlich bedeutendsten US-Bundesstaat Kalifornien rosig sind, so färbt dies auf die österreichische Exportwirtschaft ab“, sagt Tahler. Die österreichischen Exporte in die USA legten 2014 um „oscarreife“ 10% im Vergleich zum Vorjahr zu. Die USA sind mit Abstand der größte Überseemarkt für Waren „Made in Austria“ und lösten Italien in den ersten zwei Monaten des laufenden Jahres als zweitgrößten Handelspartner Österreichs ab. Während die Exporte nach Deutschland und Italien rückläufig sind, stiegen sie in die USA von Jänner bis Februar um 16% und werden durch einen starken Dollarkurs weiter beflügelt. Zusätzlich sollten sich in den nächsten Jahren mit dem transatlantischen Handelsabkommen TTIP positive Impulse für österreichische Unternehmen ergeben, die damit einen leichteren Zugang zum Riesenmarkt USA haben werden. Die USA beklagen außerdem ein Defizit an Handelsabkommen. Während es zurzeit weltweit über 400 derartiger Abkommen gibt, bestehen in den USA derzeit nur Abkommen mit 20 Staaten.

Digitalisierung im Trend

Die USA und speziell das Hightech-getriebene Kalifornien surfen auf einer Technologiewelle, so Thaler: „Drohnen, fortgeschrittene Robotik, kommerzielle Weltraumfahrt, additive Fertigungsverfahren, Wearables, 3D und 4D Printing sowie autonomes Fahren – das sind nur einige richtungsweisende und für viele Branchen disruptive Technologien.“ Kalifornien ist auch führend bei Klimaschutzmaßnahmen. In den nächsten 15 Jahren soll der Anteil erneuerbarer Energien an der Elektrizitätsgewinnung von einem Drittel auf bis zu 50% steigen, die Verwendung von Erdöl bei Kraftfahrzeugen um die Hälfte gesenkt und die Energieeffizienzeinsparungen in Gebäuden verdoppelt werden. CO2 Emissionen sollen bis 2030 um 40% unter den Werten des Jahres 1990 liegen. Gouverneur Jerry Brown setzt damit die Umweltagenda seines Vorgängers Arnold Schwarzenegger fort. Auf der anderen Seite kämpft das an aride Verhältnisse gewohnte Kalifornien mit einer vierjährigen Dürreperiode. Kalifornien investiert daher Milliarden USD in Wasserspeicherung und -recycling.

Quelle: ots

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