wp-config.php optimal anpassen

wp-config.php optimal anpassen

Durch verschiedene Themes ist es immer wieder möglich, das Layout der WordPress-Webseite neu zu gestalten und sogar ganze eigene Themes zu erstellen, sofern die Webseite vollständig personalisiert sein soll. Aber nicht nur das Aussehen einer Webseite kann geändert werden, sondern auch Teile der Konfiguration und das geht recht einfach mit Hilfe von wp-config.php. Wie das funktioniert und was konfiguriert werden kann und wovon man doch besser die Finger lässt, sofern nichts „kaputt“ gemacht werden soll, das wird nachfolgend erklärt.

Die WP-Config-Datei: Sie ist im Root-Bereich der WordPress-Installation zu finden

Im Root der WordPress-Installation ist die WP-Config-Datei (wp-config.php) zu finden, also genau an der Stelle wo auch wp-admin, wp-includes und wp-content liegen. In der wp-config.php Datei sind eine Menge Informationen enthalten, die von WordPress benötigt werden, um einwandfrei zu funktionieren. Ist diese Datei nicht richtig bestückt, dann wird WordPress nicht funktionieren und das heißt, deutlich, dass die Webseite nicht erreichbar ist oder die Installation sogar zerstört werden kann, wenn falsche Angaben gemacht werden.

Damit dieser Fehler verhindert wird, ist es empfehlenswert, genau zu wissen, was in die wp.config-Datei gehört. Denn auf diese Weise ist es möglich, die Angaben korrekt zu modifizieren und anzupassen. Es ist empfehlenswert, die Modifikation zuerst zu prüfen, und das funktioniert in einer Testumgebung am besten. Erst dann sollte diese in das Live-System eingebracht werden.

Zudem ist es wichtig an dieser Stelle zu erwähnen, dass die wp-config.php nicht für die Installation berücksichtigt werden muss, da der Installations-Assistent alle notwendigen Daten während der Installations-Routine abfragt und auch die wp-config-php anlegt, sofern diese noch nicht vorhanden ist. Aus diesem Grund muss die Datei nur manuell bearbeitet werden, wenn darüber hinaus eine Anpassung vorgenommen werden soll.

WordPress wp-config.php manuell erstellen

Bei den meisten der Installationen ist WordPress eine unkomplizierte Angelegenheit, sodass der Vorgang nur wenige Minuten dauert, bis zum Bloggen der ersten Artikel. Aber es ist auch möglich, bevor es mit der WordPress Installation losgeht, eine wp-config.php zu erstellen. Das funktioniert an einfachsten über das Web-Interface mit einem einfachen Klick auf den Button. Doch nicht immer funktioniert diese Vorgehensweise und dann ist der manuelle Weg angesagt. Dafür wird wie folgt vorgegangen:

  1. Bevor die Datei erstellt wird, werden die Daten der Datenbank benötigt. Dafür muss zuerst für WordPress eine Datenbank angelegt werden.
  2. Im WordPress Installationsordner die Datei wp-config-sample.php suchen und diese mit dem Editor öffnen und bearbeiten. Am schnellsten geht das, mit einem Rechtsklick auf die Datei und „Bearbeiten“.
  3. Im Anschluss müssen die Angaben in dem Dokument ersetzt werden:
    1. Database_name_here: Durch den vorher gewählten Namen für die Datenbank wird beispielsweise WordPress ersetzt
    2. Username_here: Hier wird der Datenbank Benutzername eingetragen, zumeist ist das root
    3. Password_here: Das für die Datenbank festgelegte Passwort wird hier eingetragen. Wird kein Passwort genutzt, dann den Test einfach nur rauslöschen
    4. Localhost: Das ist die Angabe für die MySQL-Serveradresse. Zumeist passt diese schon, so dass hier nichts geändert werden muss.
    5. Bei dem Rest wird nichts geändert
    6. Bei Webhoster im Webspace Login Bereich sind abweichende Daten zu finden bzw. ist nichts zu finden muss hinterfragt werden.
  4. Die Datei einfach abspeichern und den Editor schließen
  5. Das „-sample“ wird aus der Datei die gerade bearbeitet wurde, herausgelöscht, sodass der neue Dateiname „wp-config.php“ lautet
  6. Wurde diese Datei auf dem PC bearbeitet hat und das ganz online installiert, der muss diese Datei hochladen
  7. Fertig und die Installation kann fortgesetzt werden.

Beispiel einer wp-config.php

<?php
/** Enable W3 Total Cache */
define(‚WP_CACHE‘, true); // Added by W3 Total Cache

/** Enable W3 Total Cache Edge Mode */
//define(‚W3TC_EDGE_MODE‘, true); // Added by W3 Total Cache

//Added by WP-Cache Manager
define(‚DB_NAME‘, ‚Name_der_Datenbank‚);
define(‚DB_USER‘, ‚Benutzername‚);
define(‚DB_PASSWORD‘, ‚Dein_Passwort‚);
define(‚DB_HOST‘, ‚localhost‚);
define(‚DB_CHARSET‘, ‚utf8‚);
define(‚DB_COLLATE‘, “);
define(‚WPLANG‘, ‚de_DE‚);
define(‚WP_POST_REVISIONS‘, false );
define(‚WP_DEBUG‘, false);
define(‚WP_MEMORY_LIMIT‘, ‚256M‘ );
define(‚WP_AUTO_UPDATE_CORE‘, false );

define(‚AUTH_KEY‘,         ‚xyz‘);
define(‚SECURE_AUTH_KEY‘,  ‚xyz‘);
define(‚LOGGED_IN_KEY‘,    ‚xyz‘);
define(‚NONCE_KEY‘,        ‚xyz‘);
define(‚AUTH_SALT‘,        ‚xyz‘);
define(‚SECURE_AUTH_SALT‘, ‚xyz‘);
define(‚LOGGED_IN_SALT‘,   ‚xyz‘);
define(‚NONCE_SALT‘,       ‚xyz‘);

$table_prefix  = ‚wp_‘;

/* That’s all, stop editing! Happy blogging. */

/** Absolute path to the WordPress directory. */
if ( !defined(‚ABSPATH‘) )
define(‚ABSPATH‘, dirname(__FILE__) . ‚/‘);

/** Sets up WordPress vars and included files. */
require_once(ABSPATH . ‚wp-settings.php‘);
add_filter(‚xmlrpc_enabled‘, ‚__return_false‘);
?>

Zusätzliche Einstellungen

Es lohnt sich – anstatt zum Beispiel ein zusätzliches Plugin zu installieren – die Einstellung „define(‚WP_POST_REVISIONS‘, false );“ zusätzlich festzulegen. Dies bewirkt, dass nicht dauernd Rechenkapazität des Servers für letztlich unnütze Sicherungskopien Deiner WordPress-Beiträge benötigt wird.

Grundvoraussetzung für das reibungslose Funktionieren (umfangreicher) Websites auf Basis von WordPress ist ein guter Provider. Wir können Siteground nur immer wieder wärmstens empfehlen. Dein Provider wird Dir helfen, die optimale Eisntellung für define(‚WP_MEMORY_LIMIT‘, ‚1024M‘ ); zu finden. Denn Hinweise auf zu wenig Arbeitsspeicher sind oftmals kryptisch in den Error Logs deines Servers verborgen.

Möchtest Du wirklich, dass WordPress Updates automatisch einspielt? Ich finde das wenig empfehlenswert, denn es gilt der Grundsatz: „Never change a winning team.“ Auto-Updates kann man mit der Zeile define(‚WP_AUTO_UPDATE_CORE‘, false ); abschalten.

Fazit

Bei der wp-config-Datei handelt es sich um ein nützliches Instrument. Dort sind nicht nur die Datenbankeinstellungen beherbergt, sondern sie bietet eine Menge nützliche Optionen. Niemals sollte vergessen werden, die Änderungen erst in einer lokalen Version von WordPress zu testen, damit potenzielle Probleme auf der aktiven Seite verhindert werden.

Original wp-config.php zum Vergleich

<?php
/**
* Grundeinstellungen für WordPress
*
* Zu diesen Einstellungen gehören:
*
* * MySQL-Zugangsdaten,
* * Tabellenpräfix,
* * Sicherheitsschlüssel
* * und ABSPATH.
*
* Mehr Informationen zur wp-config.php gibt es auf der
* {@link https://codex.wordpress.org/Editing_wp-config.php wp-config.php editieren}
* Seite im Codex. Die Zugangsdaten für die MySQL-Datenbank
* bekommst du von deinem Webhoster.
*
* Diese Datei wird zur Erstellung der wp-config.php verwendet.
* Du musst aber dafür nicht das Installationsskript verwenden.
* Stattdessen kannst du auch diese Datei als wp-config.php mit
* deinen Zugangsdaten für die Datenbank abspeichern.
*
* @package WordPress
*/

// ** MySQL-Einstellungen ** //
/**   Diese Zugangsdaten bekommst du von deinem Webhoster. **/

/**
* Ersetze datenbankname_hier_einfuegen
* mit dem Namen der Datenbank, die du verwenden möchtest.
*/
define(‚DB_NAME‘, ‚datenbankname_hier_einfuegen‘);

/**
* Ersetze benutzername_hier_einfuegen
* mit deinem MySQL-Datenbank-Benutzernamen.
*/
define(‚DB_USER‘, ‚benutzername_hier_einfuegen‘);

/**
* Ersetze passwort_hier_einfuegen mit deinem MySQL-Passwort.
*/
define(‚DB_PASSWORD‘, ‚passwort_hier_einfuegen‘);

/**
* Ersetze localhost mit der MySQL-Serveradresse.
*/
define(‚DB_HOST‘, ‚localhost‘);

/**
* Der Datenbankzeichensatz, der beim Erstellen der
* Datenbanktabellen verwendet werden soll
*/
define(‚DB_CHARSET‘, ‚utf8‘);

/**
* Der Collate-Type sollte nicht geändert werden.
*/
define(‚DB_COLLATE‘, “);

/**#@+
* Sicherheitsschlüssel
*
* Ändere jeden untenstehenden Platzhaltertext in eine beliebige,
* möglichst einmalig genutzte Zeichenkette.
* Auf der Seite {@link https://api.wordpress.org/secret-key/1.1/salt/ WordPress.org secret-key service}
* kannst du dir alle Schlüssel generieren lassen.
* Du kannst die Schlüssel jederzeit wieder ändern, alle angemeldeten
* Benutzer müssen sich danach erneut anmelden.
*
* @since 2.6.0
*/
define(‚AUTH_KEY‘,         ‚Füge hier deine Zeichenkette ein‘);
define(‚SECURE_AUTH_KEY‘,  ‚Füge hier deine Zeichenkette ein‘);
define(‚LOGGED_IN_KEY‘,    ‚Füge hier deine Zeichenkette ein‘);
define(‚NONCE_KEY‘,        ‚Füge hier deine Zeichenkette ein‘);
define(‚AUTH_SALT‘,        ‚Füge hier deine Zeichenkette ein‘);
define(‚SECURE_AUTH_SALT‘, ‚Füge hier deine Zeichenkette ein‘);
define(‚LOGGED_IN_SALT‘,   ‚Füge hier deine Zeichenkette ein‘);
define(‚NONCE_SALT‘,       ‚Füge hier deine Zeichenkette ein‘);

/**#@-*/

/**
* WordPress Datenbanktabellen-Präfix
*
* Wenn du verschiedene Präfixe benutzt, kannst du innerhalb einer Datenbank
* verschiedene WordPress-Installationen betreiben.
* Bitte verwende nur Zahlen, Buchstaben und Unterstriche!
*/
$table_prefix  = ‚wp_‘;

/**
* Für Entwickler: Der WordPress-Debug-Modus.
*
* Setze den Wert auf „true“, um bei der Entwicklung Warnungen und Fehler-Meldungen angezeigt zu bekommen.
* Plugin- und Theme-Entwicklern wird nachdrücklich empfohlen, WP_DEBUG
* in ihrer Entwicklungsumgebung zu verwenden.
*
* Besuche den Codex, um mehr Informationen über andere Konstanten zu finden,
* die zum Debuggen genutzt werden können.
*
* @link https://codex.wordpress.org/Debugging_in_WordPress
*/
define(‚WP_DEBUG‘, false);

/* Das war’s, Schluss mit dem Bearbeiten! Viel Spaß beim Bloggen. */
/* That’s all, stop editing! Happy blogging. */

/** Der absolute Pfad zum WordPress-Verzeichnis. */
if ( !defined(‚ABSPATH‘) )
define(‚ABSPATH‘, dirname(__FILE__) . ‚/‘);

/** Definiert WordPress-Variablen und fügt Dateien ein.  */
require_once(ABSPATH . ‚wp-settings.php‘);

2 Kommentare "wp-config.php optimal anpassen"

  1. N. Schubert   20. Januar 2016 12:17 at 12:17

    Bitte schaut Euch die Config Datei genau an! Glaube nicht, das define(‚DB_NAME‘, ‚Name_der_Datenbank‚); drin steht. Die Beachtung sollte auf den Anführungszeichen unten und oben stehen sowie den Komma.

    Details:
    http://php.net/manual/de/function.define.php

  2. wirtschaft.com   20. Januar 2016 14:14 at 14:14

    Die wp-config.php stimmt so, die Kommas sind richtig und die Anführungszeichen sind richtig. Wir haben als Vergleich die Originaldatei angefügt. Da müssen Sie aber ordentlich „nachlegen“, wenn Sie WordPress hosten wollen. Wir empfehlen daher den immer gleichen Provider, besser geht nicht: http://www.wirtschaft.com/der-richtige-provider-was-wirklich-zaehlt/

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