News zu Air Alps

Air Alps, Eigenschreibweise airA!ps, ist eine österreichische Regionalfluggesellschaft mit Sitz in Innsbruck und sollte 2014 von Rostock Airways verkauft werden.
Air Alps wurde im Jahr 1998 durch Air Engiadina (49 %) und deren Manager Dietmar Leitgeb (51 %) als Air Alps Aviation Alpenländische Luftfahrt GmbH mit Sitz Igls/Innsbruck gegründet und ging bald darauf ein Abkommen mit der niederländischen KLM ein, in dessen Folge sie kurzzeitig unter dem Namen KLM Alps auftrat und auch am Vielfliegerprogramm Flying Dutchman teilnahm. Der Flugbetrieb begann 1999 mit der Übernahme von zwei Dornier 328 als KLM-Franchisenehmer (KLM Alps) von Innsbruck bzw. Salzburg nach Amsterdam.

Im Jahr 2000 stießen drei weitere Dornier 328 zur Flotte und Air Alps konnte damit das Streckennetz um die Verbindungen Innsbruck – Wien und Amsterdam – Linz erweitern, bzw. einen ´Minihub´ in Klagenfurt eröffnen mit neuen Linien (jeweils über Salzburg) nach Hamburg, Köln und Amsterdam. Hamburg und Köln wurden aber bald wieder aufgegeben. Insgesamt flog Air Alps im Jahr 2000 mit 68 Flügen pro Woche von Österreich nach Amsterdam. Weiter wurde der Hauptsitz vom Flughafen in die Stadt verlegt, Dietmar Leitgeb übernahm die Anteile von Air Engiadina und es erfolgte eine Kapitalerhöhung auf 2 Mio. €.

Ab Winterflugplan 2000/2001 bestand mit Swissair (und später mit deren Nachfolgerin Swiss) ein Codeshare-Abkommen auf der neu eingerichteten Linie Klagenfurt-Zürich und der später in 2001 folgenden Linie Innsbruck – Zürich.
Im Frühjahr musste mit einer 34 Mio. € Überschuldung, als siebtgrößte Pleite des Landes, der Ausgleich angemeldet werden.
2002 wurde der ehemalige Alitalia und Alpi Eagles Manager Dr. Aldo Bevilacqua neuer CEO und es erfolgte eine Neuausrichtung der Fluglinie wobei nun Italien bzw. Südtirol im Zentrum stehen sollten. Es folgte die Eröffnung einer Basis in Bozen mit der Stationierung eines Flugzeuges und der geplanten Aufnahmen der Strecken nach Cagliari, Olbia, Neapel und Lamezia Terme in Zusammenarbeit mit Alitalia. Im Sommer 2002 startete eine Zusammenarbeit mit Austrian Airlines auf der Linie Wien nach Banja Luka und die Eröffnung eigener Routen von Wien bzw. München nach Siena und Olbia. Im Herbst folgten dann Linien von Rom nach Stuttgart und Bern. Mit der Übernahme einer sechsten Dornier 328 konnten der Ausbau des Netzes weiterverfolgt und die Linien Parma nach Rom und Olbia eröffnet werden. 2002 operierte Air Alps somit mit zwei Dornier 328 ex Innsbruck, zwei ex Salzburg, einer ex Linz und einer ex Bozen.
Die Passagierzahlen erhöhten sich kontinuierlich von anfangs 72.000 (1999) auf 180.000 (2000) bzw. 190.000 (2001) und erreichten im Jahr 2004 dann die Zahl 400.000. Am 4. Juni 2009 wurde am Landesgericht Innsbruck ein Ausgleichsverfahren über Air Alps eröffnet. Im Dezember desselben Jahres wurde Air Alps durch Welcome Air übernommen. Bei dieser Transaktion übernahm „Welcome Air“ 76 Prozent bzw. verblieben die restlichen 24 Prozent in den Händen der Südtiroler Unternehmer, der Region Trentino-Südtirol und der Südtiroler Transportstrukturen AG (STA).

Air Alps stellte infolge finanzieller Schwierigkeiten am 13. Jänner 2012 den gesamten Flugbetrieb bis auf Weiteres ein. Welcome Air veranlasste des Weiteren die gesamte Air-Alps-Flotte nach Innsbruck zu überstellen. Der Flugbetrieb wurde aus „operativen Gründen“ abgesagt – so unter anderem die Flüge für Bozen, Rom, Mailand, Parma, und Salerno. Am 1. Februar 2012 wurde der Flugbetrieb wieder aufgenommen, allerdings vorerst ohne Zusammenarbeit mit Alitalia und vorerst nur von Bozen zum Flughafen Rom-Fiumicino. Jedoch wurde diese Strecke wieder eingestellt und Air Alps führte nur noch vereinzelt Charterflüge durch. Im Juni 2013 wurde der Flugbetrieb erneut eingestellt und die Flugzeuge in Innsbruck stillgelegt.

Am 20. August 2013 wurde durch die Eigentümer der Beschluss zur Liquidation getroffen. Zuvor war die Suche nach Investoren gescheitert. Ende Oktober 2013 wurden im Zuge der Liquidation der überwiegende Anteil der Mitarbeiter der Air Alps entlassen.

Im November 2013 zeigte eine Investorengruppe um den ostdeutschen Rechtsanwalt Norbert Dotterweich aus Weimar Interesse an der Übernahme der AirAlps und der Fortführung der Gesellschaft.
Am 3. Februar 2014 startete im Zusammenhang mit der geplanten Übernahme durch eine Investorengruppe die erste Maschine nach fast einem Jahr der Aussetzung des Flugbetriebes zu ihrem Jungfernflug von Bremen nach Zürich.

Im Oktober 2014 wurden die Gesellschaftsanteile der „Welcome Air“ in Höhe von 76 % an der AirAlps durch die MDA Mitteldeutsche Aviation GmbH mit Sitz in Weimar erworben. Durch die Eigentümerversammlung wurde im November 2014 die Aufhebung der Liquidation der AirAlps und die Fortführung der Gesellschaft beschlossen.
Die AirAlps befindet sich augenblicklich in einem umfassenden Restrukturierungsprozess in dessen Ergebnis eine Veränderung des bisherigen Geschäftsmodells und eine Neuausrichtung am Markt zu erwarten ist.




Air Alps ist liquidiert

Air Alps ist liquidiert

Innsbruck – Nachdem bereits im November 2012 der Flugverkehr auf der Strecke Bozen-Rom eingestellt wurde, soll dieRegionalfluglinie Air Alps nun endgültig liquidiert werden. Trotz aller Bemühungen der Eigentümer und der Geschäftsführung haben Gespräche mit möglichen Investoren zu keiner Lösung geführt. Im Zuge der Liquidation werden alle Gläubigerinteressen erfüllt. Die Hoffnungen der Eigentümer – die Air […]