News zu Aiman Mazyek

Aiman Mazyek ist ein deutscher Medienberater und Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland.
Der Sohn eines Syrers und einer Deutschen studierte nach seinem Abitur 1989 in Aachen Philosophie, Volkswirtschaft und Politikwissenschaft und in Kairo Arabistik. Seit 1994 gehört er der Vollversammlung des Zentralrates der Muslime in Deutschland an. Von 2001 bis 2004 war er Pressesprecher des Zentralrats, ab 2006 war er dessen Generalsekretär. Im September 2010 setzte er sich bei der Wahl zum neuen Vorsitzenden des Zentralrates gegen den bisherigen Vorsitzenden Ayyub Köhler mit 9 zu 6 Stimmen bei einer Enthaltung durch.

Mazyek war Vorsitzender und Bürgermeisterkandidat des FDP-Stadtverbandes Alsdorf. Derzeit ruht seine FDP-Mitgliedschaft auf eigenen Wunsch, da er die Haltung der FDP zum Kopftuchverbot, zu verschärften Sicherheitsgesetzen und die Verleihung des FDP-nahen Freiheitspreises im Jahr 2010 an die Sozialwissenschaftlerin und Islamkritikerin Necla Kelek ablehnt.

Zusammen mit Rupert Neudeck gründete Mazyek 2003 die Hilfsorganisation Grünhelme e.V. und gehört dem Vorstand der Organisation an. Er war im April 2007 der erste Sprecher des Islamischen Wortes im Internetauftritt des SWR, das ein muslimisches Pendant zum christlichen Wort zum Sonntag ist. Mazyek engagiert sich auch intensiv im christlich-islamischen Dialog und ist Mitglied der Christlich-Islamischen Gesellschaft. Aiman Mazyek war bis 2010 Chefredakteur und ist nun Redakteur des Webportals islam.de.

Für den 2010 ausgestrahlten Fernsehfilm Die Frau des Schläfers fungierte Mazyek als Berater und spielte einen fremdenfeindlichen Polizisten.
Für die 2011 ausgestrahlte Galileo-Dokumentation Mekka – Auf den Spuren des Propheten wirkte er als Berater für Inhalt und Drehbuch. Der Film erreichte eine Einschaltquote von 13,8 % und wurde auch zu einem Interneterfolg.
Mazyek hält Hidschab und Kopftuch für muslimische Frauen sowie das Tragen eines Bartes bei Muslimen für nicht notwendig. Er setzt sich für religiöse Toleranz bei Muslimen ein, mit Bezugnahme auf den 256. Koranvers der zweiten Sure „Kein Zwang in der Religion“. Mazyek äußerte sich dazu in einem Interview mit der Wochenzeitung Die Zeit:

„Man hat im historischen Kontext des frühen Islams Konversion mit Desertion gleichgesetzt. Das gilt heute so nicht mehr. Der Koranvers »Kein Zwang im Glauben« darf nicht relativiert werden. In letzter Konsequenz heißt das, man kann – weltlich gesprochen – straffrei den Glauben wechseln oder auch keinen haben.“

– Aiman Mazyek
Nach der Verleihung des Potsdamer Medienpreises 2010 an den dänischen Mohammed-Karikaturisten Kurt Westergaard, der von radikalen Islamisten mehrfach mit dem Tod bedroht wurde, kritisierte Mazyek die Preisverleihung. Westergaard habe mit seinen Zeichnungen „unseren Propheten in unseren Augen mit Füßen getreten“. Er stehe zur uneingeschränkten Pressefreiheit, forderte aber gleichzeitig Rücksicht auf die Gefühle religiöser Menschen.

In der seit Juni 2012 stattfindenden gesellschaftlichen Debatte um ein Urteil des LG Köln zur Beschneidung eines vierjährigen Jungen aus religiösen Motiven sagte Mayzek zum Focus, seine Organisation prüfe gerade, „einen Präzedenzfall zu schaffen“ und den Fall über den Instanzenweg vor das Bundesverfassungsgericht zu bringen.

Der Vorsitzende der Deutschen Kinderhilfe kritisierte dies:

„Die Ankündigung, einen Präzedenzfall zu schaffen, könnte im Sinne des rechtskräftigen Kölner Urteils durchaus als Aufruf zu einer Straftat gesehen werden. Es ist ethisch fragwürdig und nicht vertretbar, ein Kind gezielt nicht nur aus religiösen, sondern nun auch aus Lobby-taktischen Gründen öffentlichkeitswirksam beschneiden zu lassen.“

In einem Artikel der Zeitung Neues Deutschland über den umstrittenen antiislamischen Low-Budget-Film Innocence of Muslims und den darauffolgenden Protesten und Ausschreitungen äußerte sich Mazyek folgendermaßen:

„Der Film hat offensichtlich eine reine Provokation und Eskalation zum Ziel. Aber der Versuch ist so schlechtgemacht, dass ich persönlich niemals den geehrten Propheten Mohammed wiedererkenne. Dennoch teile ich die Forderung von Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich nach rechtlicher Prüfung, ob die Inszenierung einer rechten Partei, die den Film öffentlich zeigen will, unterbunden werden kann.“

Mazyek verlangte 2012, dass „islamfeindlicher Rassismus als eigenständiger Tatbestand gewertet werden“ müsse, anstatt von Regierung und Sicherheitsbehörden wie bisher unter dem Oberbegriff Fremdenfeindlichkeit subsumiert zu werden, da durch die gegenwärtige Praxis „die Dimension der Islamfeindlichkeit verschleiert“ würde. Darüber hinaus forderte Mazyek auch einen jährlichen Rassismusbericht, um die „bis in die Mitte der Gesellschaft“ reichende Islamfeindlichkeit in Deutschland zu bekämpfen.

Anlässlich eines bundesweiten Aktionstags muslimischer Religionsgemeinschaften in Deutschland gegen Extremismus und Gewalt sagte Mazyek 2014.

„Ich bin ein Jude, wenn Synagogen angegriffen werden, ich bin ein Christ, wenn Christen beispielsweise im Irak verfolgt werden, und ich bin ein Muslim, wenn Brandsätze auf ihre Gotteshäuser geworfen werden.“

In der Talkrunde von Sandra Maischberger, bei der es um die Ereignisse zu Silvester in Köln ging und an der auch der Kriminologe Christian Pfeiffer teilnahm, äußerte er sich wie folgt:

„Ehrlich gesagt, massenhafte Vergewaltigungen oder Ansätze davon in der muslimischen Welt, das ist wirklich ein Ammenmärchen.“




Zentralrat der Muslime: Leitkulturdebatte nicht an Äußerlichkeiten festmachen

Zentralrat der Muslime: Leitkulturdebatte nicht an Äußerlichkeiten festmachen

In die Debatte über eine deutsche Leitkultur hat sich der Zentralrat der Muslime eingeschaltet. Dessen Vorsitzender Aiman Mazyek schreibt in einem Beitrag für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Samstagausgabe), er habe keine Probleme damit, über Leitkultur zu debattieren: Diese solle man aber nicht an Äußerlichkeiten festmachen. Es tue beispielsweise nichts zur Sache, ob ein Fußballer wie […]

Mazyek kritisiert „antimuslimische Debatte“ nach Türkei-Referendum

Mazyek kritisiert „antimuslimische Debatte“ nach Türkei-Referendum

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland mahnt die etablierten Parteien, nicht „antidemokratische und antimuslimische Standpunkte“ der AfD zu übernehmen. Die Diskussion um das Wahlverhalten der in Deutschland lebenden Türken beim Verfassungsreferendum habe diese Entwicklung in der Politik noch einmal verschärft, sagte der Zentralratsvorsitzende Aiman Mazyek der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Freitag). „Da werden plötzlich Dinge gesagt, […]

Zentralrat der Muslime begrüßt Urteil zu Schwimmunterricht

Zentralrat der Muslime begrüßt Urteil zu Schwimmunterricht

Der Vorsitzende des Zentralrates der Muslime, Aiman Mazyek, hat das Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrecht zum gemischten Schwimmunterricht für junge muslimische Mädchen grundsätzlich begrüßt. In der der „Heilbronner Stimme“ (Mittwoch) sprach Mazyek von einem „angemessenen Kompromiss“. Er sieht Parallelen zur bisherigen Rechtsprechungen in Deutschland. Das Zulassen von Ganzkörperanzügen – sogenannten Burkinis – ermögliche es […]

Türkische Gemeinde warnt vor antimuslimischen Tendenzen

Türkische Gemeinde warnt vor antimuslimischen Tendenzen

Der Bundesvorsitzende der türkischen Gemeinde, Gökay Sofuoglu, warnt davor, dass in der deutschen Gesellschaft antimuslimische Kräfte immer mehr die Oberhand gewinnen. So würden Muslime wegen der Terroranschläge zunehmend unter Generalverdacht gestellt: „Muslime, die seit Jahren in Deutschland leben und gut integriert sind, werden bewusst mit Einzeltätern gleichgesetzt, die Anschläge verüben“, sagte Sofuoglu der „Heilbronner Stimme“ […]

Mazyek weist Vorwurf des „Racial Profiling“ gegen Kölner Polizei zurück

Mazyek weist Vorwurf des „Racial Profiling“ gegen Kölner Polizei zurück

Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, hat den Vorwurf des „Racial Profiling“ in Bezug auf das Vorgehen der Kölner Polizei in der Silvesternacht zurückgewiesen: „Die Polizei hat selbst existenzielles Interesse daran, diskriminierungsfreie Arbeit zu leisten. Die Tatsache, dass wir in Köln eine Vorgeschichte hatten, rechtfertigt das Aufgebot und die massiven Kontrollen“, sagte Mazyek […]

Zentralrat der Muslime nimmt Merkel in Schutz

Zentralrat der Muslime nimmt Merkel in Schutz

Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek, hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gegen den Vorwurf in Schutz genommen, ihre Flüchtlingspolitik sei am Erstarken der AfD schuld. „Wer allein die Flüchtlingspolitik der Bundeskanzlerin für den AfD-Wahlerfolg verantwortlich macht, verkennt die tiefe Verankerung von rassistischen Ressentiments in unserer Gesellschaft“, sagte Mazyek der „Welt“. Spätestens […]

Zentralrat der Muslime warnt vor Spaltung der Gesellschaft

Zentralrat der Muslime warnt vor Spaltung der Gesellschaft

Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, hat nach den Axt-Attacken eines mutmaßlich islamistischen 17-Jährigen in Würzburg vor einer gesellschaftlichen Spaltung gewarnt. Mazyek sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Mittwoch), möglicherweise habe der Täter im Bewusstsein gehandelt, einen Keil in die Gesellschaft zu treiben. „Tun wir alles, dass ihm das nicht gelingt.“ Mazyek fragte zudem: […]

Zentralrat der Muslime: Islamismus mit Islam bekämpfen

Zentralrat der Muslime: Islamismus mit Islam bekämpfen

Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek, hält es für eine „sehr effektive Form der Prävention“, Islamismus mit Islam zu bekämpfen. „Wir bekämpfen Extremismus am besten, indem wir den Menschen muslimischen Glaubens klarmachen, was der Glaube ist, wie er ihn am besten leben kann“, sagte Mazyek im Gespräch mit „HR1-Talk“. Das immunisiere […]

Zentralrat der Muslime will mit AfD weiter im Gespräch bleiben

Auch nach dem gescheiterten Treffen des Zentralrates der Muslime (ZMD) mit der Spitze der AfD will Zentralratspräsident Aiman Mazyek mit Teilen der islamkritischen Partei weiter in Kontakt kommen. „Wir werden mit den Gemäßigten in der AfD weiter reden“, sagte Mazyek der „Rheinischen Post“ (Dienstagausgabe). Der Zentralrat habe zu dem ersten Treffen eingeladen: „Wir bleiben gesprächsbereit.“ […]

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