News zu Aero Lloyd

Aero Lloyd war eine deutsche Fluggesellschaft mit Sitz in Oberursel und Basis auf dem Flughafen Frankfurt am Main.
1979 wurde Aero Lloyd durch drei Investoren, darunter dem früheren Geschäftsführer von Germanair und OLT, Christian Baron von Kaltenborn-Stachau, als Charterfluggesellschaft mit Sitz in Frankfurt am Main gegründet. Im Juni 1980 bekam Aero Lloyd die Genehmigung, auch Linienflüge durchführen zu dürfen. Im November desselben Jahres war die Gesellschaft fast zahlungsunfähig. Nachdem am 15. November der Hauptgesellschafter bei Weyern ermordet aufgefunden worden war, stellte die Fluggesellschaft ihren Flugbetrieb am 2. Dezember 1980 ein. Bereits am 20. Dezember wurde durch die neuen Gesellschafter Deutsche Luftfahrt Leasing und Air Charter Market eine Nachfolgegesellschaft gegründet, die den Namen Aero Lloyd aus der Konkursmasse erwarb und als „Aero Lloyd Flugreisen GmbH & Co. Luftverkehrs KG“ firmierte. In der Folge wurde der Kurs von Aero Lloyd wesentlich durch Bogomir Gradisnik geprägt. Am 1. April 1981 wurde der Flugbetrieb mit Charterflügen von Frankfurt nach Tunesien und Griechenland aufgenommen.

Ab Anfang 1988 bemühte sich Aero Lloyd um eine Genehmigung für innerdeutsche Linienflüge. Nach deren Erteilung im Sommer 1988 wurde am 31. Oktober der Linienflugbetrieb aufgenommen. Aufgrund der schlechten Auslastung von nur 16 % bezeichnete Die Zeit die Maschinen als „Geisterflugzeuge“. Als Grund für den Misserfolg wurden das Verhalten der Lufthansa, die geringen Frequenzen sowie die „dilettantische Werbepolitik“ genannt.
Im Februar 1990 wurde der Sitz von Frankfurt nach Oberursel im Taunus verlegt. 1991 wollte Aero Lloyd ins Langstreckengeschäft einsteigen, bestellte dafür zwei McDonnell Douglas MD-11 und zeichnete Optionen für zwei weitere Exemplare, die Flugzeuge wurden jedoch nie übernommen. Stattdessen entschied Aero Lloyd sich 1996 zu einem radikalen Flottenwechsel und wurde mit einer Bestellung von 16 Flugzeugen der Airbus-A320-Familie Kunde von Airbus.

1998 übernahm die Bayerische Landesbank mit 66 Prozent die Mehrheit am Unternehmen mit der Absicht, es an einen strategischen Käufer weiter zu veräußern. Die Bayerische Landesbank war gleichzeitig auch der größte Kreditgeber. Am 16. Oktober 2003 meldete Aero Lloyd beim zuständigen Amtsgericht Bad Homburg v. d. Höhe Insolvenz an und stellte den Flugbetrieb mit sofortiger Wirkung ein. Die Einleitung des Insolvenzverfahrens war nötig geworden, nachdem die Bayerische Landesbank das vorgelegte Sanierungskonzept abgelehnt hatte. Etwa 300 der 1.400 Mitarbeiter wurden in die neugegründete Nachfolgegesellschaft Aero Flight übernommen.

Die Marke Aero Lloyd wird seit 2012 für eine Online-Reiseplattform genutzt.
Obwohl die Fluggesellschaft ab 1980 auch Linienflüge durchführen durfte, lag der Schwerpunkt im Charterverkehr. Dabei flog Aero Lloyd in erster Linie die klassischen Urlaubsregionen am Mittelmeer an, besonders nach Griechenland, Spanien, Ägypten und in die Türkei.

Die Aero Lloyd Austria Luftfahrt GmbH wurde im Frühjahr 2003 von Aero Lloyd (mit einer Beteiligung von 48,75 %) und privaten Investoren (51,25 % Michael Wolkenstein/Satel Filmproduzent) gegründet und erhielt am 29. April 2003 eine österreichische Luftfahrtlizenz.
Da Aero Lloyd lediglich eine Minderheitsbeteiligung hielt, war Aero Lloyd Austria von der Insolvenz der deutschen Gesellschaft nicht betroffen. Der Flugbetrieb musste aber trotzdem eingestellt werden, da alle Flugzeuge von Aero Lloyd Deutschland angemietet waren.

Im November 2003 übernahm dann Niki Lauda die Mehrheit an der Aero Lloyd Austria, (insgesamt übernahm er 78 %, u. a. auch die Anteile von Michael Wolkenstein) um eine neue Billigfluggesellschaft aufzubauen, die dann mit zwei ehemaligen Aero-Lloyd-Airbussen am 28. November 2003 ihren ersten Flug für Thomas Cook nach Teneriffa durchführte und heute (2011) unter NIKI Luftfahrt GmbH firmiert.




Schmaler Gewinn bei FlyNiki

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Wien – Niki, die Tochter, der Air Berlin muss, sich, wie kürzlich bekannt gegeben, mit einem Gewinn aus dem Geschäftsjahr über 38.099 Euro zufrieden geben. 2011 betrug er noch 3,16 Millionen Euro. Christian Lesjak macht vor allem die Eurokrise und die Unruhen in den arabischen Ländern dafür verantwortlich. Auch, wie er erklärte, sei der Durchschnittserlös […]