News zu ABN

Die ABN AMRO Bank N.V., Amsterdam, ist eine niederländische Bank, die 1991 durch die Fusion der beiden Kreditinstitute ABN und AMRO entstand. Am 1. Juli 2010 entstand die heutige Struktur der Bank durch die Fusion der ABN AMRO Bank N.V. mit der Fortis Bank (Nederland) N.V., wobei die neue kombinierte Bank als ABN AMRO Bank N.V. firmiert. ABN AMRO gehörte seit der Finanzkrise zu 100 % dem niederländischen Staat und ist nach achtjähriger Pause seit dem 20. November 2015 wieder an der Amsterdamer Börse notiert.

Die Bank hat eine lange Geschichte von Fusionen und Zusammenschlüssen hinter sich. Auf Fortis-Seite gehen die Anfänge bis auf R. Mees & Zoonen zurück, deren Ursprünge im Jahr 1720 liegen. Die ursprüngliche ABN AMRO wurde 1991 mit der Fusion der Algemene Bank Nederland (ABN) und der Amsterdam-Rotterdam Bank (AMRO) gegründet. Die ABN selbst ist 1964 aus einem Zusammenschluss der Nederlandsche Handel-Maatschappij (gegründet 1824) und der Twentsche Bank (gegr. 1861) entstanden, die AMRO ebenfalls 1964 durch Fusion der Rotterdamsche Bank (gegr. 1863) und der Amsterdamsche Bank (gegr. 1871). 2007 war dann ABN AMRO die zweitgrößte Bank der Niederlande und die achtgrößte Europas (nach Bilanzsumme) mit Aktivitäten in 63 Ländern und über 110.000 Mitarbeitern. Das Magazin The Banker und Fortune Global 500 listeten die ABN AMRO auf Platz 15 der weltweit größten Banken.

Im April 2007 wurde bekannt, dass die Royal Bank of Scotland (RBS), der belgisch-niederländische Allfinanzkonzern Fortis und die spanische Banco Santander die ABN AMRO unter sich aufteilen wollen. Analysten schätzten den Wert der geplanten Transaktion auf rund 65 Milliarden Euro. RBS war vor allem an der US-Tochter und am Investment-Banking interessiert.
Santander wollte das Geschäft in Brasilien und Italien übernehmen und Fortis das niederländische Privatkundengeschäft und die Vermögensverwaltung kaufen. Hingegen favorisierte die Geschäftsleitung von ABN AMRO eine Fusion mit der britischen Barclays Bank. Am 23. April 2007 gaben Barclays und ABN AMRO bekannt, sich auf eine einvernehmliche Übernahme der niederländischen Bank geeinigt zu haben. Der Kaufpreis sollte bei 70 Milliarden Euro liegen und zum Großteil durch den Tausch von Barclays-Aktien vollzogen werden. Im Februar 2007 gelangte die Bank durch Forderung des an ihr beteiligten Hedgefonds TCI in die Schlagzeilen, da dieser eine Ergebnisverbesserung forderte. Diese sollte nach Meinung von TCI durch ein sofortiges, temporäres Ende der Akquisitionen sowie durch den Verkauf unrentabler Geschäftssparten erreicht werden.

Mit der Fusion der verstaatlichten ABN AMRO und der ebenfalls verstaatlichten Fortis Bank Niederlande ging die Zeit der unselbständigen Existenz für ABN AMRO zu Ende, die mit der größten Übernahme in der Bankgeschichte 2007 begann. Gut drei Jahre nachdem ein Konsortium aus der britischen Royal Bank of Scotland (RBS), der spanischen Santander und der niederländisch-belgischen Fortis die ABN AMRO übernahmen, wurde am 1. Juni 2010 ein neues Institut geschaffen. Es besteht nun aus den Teilen der ABN AMRO, die Fortis übernommen hat, und den niederländischen sowie Teilen der internationalen Bankaktivitäten von Fortis selbst. Vorerst als Staatsbank soll neben der ING und der genossenschaftlichen Rabobank ein drittes großes Bankeninstitut des Landes geformt und später (geplant 2011) an die Börse gebracht werden. Aufbauen oder erweitern will die neue ABN AMRO ihr Unternehmenskunden- und internationales Geschäft, da dieses zum größten Teil an RBS und Santander gewandert war. Die Ratingagentur Moody’s bescheinigt dem neu gebildeten Institut ABN AMRO im Juli 2010 einen ausbalancierten Mix aus Privat- und Unternehmenskundengeschäft, eine starke Kapitalbasis sowie ein niedriges Risikoprofil. Herausforderungen seien jedoch die hohen Kosten der Fusion und die aktuell niedrige Profitabilität der Bank.




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