Neugegründete Gewerkschaft will Kräfte im Lufthansa-Arbeitnehmerlager konzentrieren

Neugegründete Gewerkschaft will Kräfte im Lufthansa-Arbeitnehmerlager konzentrieren

dts_image_4199_pifhrmkrfo_2172_400_30014 Neugegründete Gewerkschaft will Kräfte im Lufthansa-Arbeitnehmerlager konzentrierenBerlin – Der Streik der Lufthansa-Flugbegleiter und ihrer Kabinengewerkschaft UFO vom vergangenen Sommer dient anderen Beschäftigtengruppen im Konzern inzwischen als Vorbild. Nach dem erfolgreichen Ausstand ihrer fliegenden Kollegen wollen nun auch die Bodenbediensteten enger zusammenrücken – und dadurch schlagkräftiger werden, berichtet das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ am Sonntag vorab. Anders als etwa Stewardessen und Piloten sind die Abfertigungs- und Flughafenmitarbeiter bislang in mehr als einem halben Dutzend Spartengewerkschaften und Splittergrüppchen organisiert.

Die liefern sich noch dazu untereinander einen heftigen Wettbewerb. Das soll sich nun ändern – mit Hilfe der kürzlich gegründeten Arbeitnehmergewerkschaft im Luftverkehr (AGiL). Sie wird von altgedienten Betriebsräten geführt und soll als eine Art Sammelbecken für das versprengte Bodenpersonal dienen. Darüber hinaus will die Organisation mittelfristig als Dachverband für alle im Lufthansa-Konzern vertretenen Gewerkschaften fungieren. Klappt die geplante Verzahnung im Arbeitnehmerlager, könnte das auch die Zahl der Ausstände im Unternehmen senken. In den vergangenen drei Jahren vergingen bei der Lufthansa nach Aussage von Konzernvorstand Carsten Spohr im Schnitt keine drei Monate ohne Streik.

Foto: Flughafen Frankfurt, Chris, Lizenz: dts-news.de/cc-by

6 Kommentare "Neugegründete Gewerkschaft will Kräfte im Lufthansa-Arbeitnehmerlager konzentrieren"

  1. Robert Revet   3. Februar 2013 12:41 at 12:41

    Die Bodenbeschäftigte der Lufthansa werden nach wie vor von der Gewerkschaft ver.di vertreten, auch wenn der Organisationsgrad am Boden leider nicht so gut ist wie man sich wünschen würde. Einige der Betriebsratswahlvereine haben sich anfang 2012 zerlegt und aus Gruppe Nummer Sechs und Gruppe Nummer Sieben ist dann -die Freistellungen sind ja in Gefahr -eine “Agil” entstanden. Diese “Achte Gruppe im Lufthansaland” will gleich nicht nur ver.di Konkurrenz machen sondern gleich auch als Mini-DGB agieren.
    Geschickte Publizität alleine bringt den KollegInnen allerdings noch keine sichere und ordentlich bezahlte Arbeitsplätze. Die Kastanien aus dem Feuer holen machen derweil weiterhin die bei ver.di organisierte KollegInnen…

  2. Thomas Müller   3. Februar 2013 13:16 at 13:16

    Mit einem Organisationsgrad von nicht einmal 5% hängt die verdi doch nur noch am Tropf des Lufthansa Vorstandes. Und so hat die Verdi die Belegschaft auch in schöner Regelmäßigkeit an verkauft.

    Agil hat hier endlich den richtigen Ansatz gefunden, indem man Kräfte bündelt. Und wenn man sich mal die Inhalte auf der Website (www.agil.aero) anschaut, erkennt man schnell, dass dies kein kleines Grüppchen ist, wie es Herr Revet hier verkaufen möchte.
    Offenbar handelt sich bei Herrn Revet auch um eines dieser im Artikel erwähnten konkurrierenden Kleingeister, die die Zeichen der Zeit immer noch nicht erkannt haben?!

  3. Fkugpuddingbrummsel   3. Februar 2013 21:52 at 21:52

    Verdi hat noch NIE „Kastanien“ für uns aus dem Feuer geholt! Im Gegenteil, Verdi schüttet seit Jahren lediglich „Benzin“ ins Feuer. Dem Bodenpersonal hat Verdi bisher nur geschadet. Man erinnere sich an den ausgehandelten Tarifvertrag von 2005. Ein echter Bock, der da geschossen wurde. Wir haben lange auf eine Gewerkschaft wie AGIL warten müssen, deshalb sind wir nun nach Jahren endlich wieder zuversichtlich.

  4. Pro Lufthansa   4. Februar 2013 9:15 at 9:15

    So so… altgediente Betriebsräte? Das ich nicht lache! Hier geht es einzig darum, sich die Freistellung von der wirklichen Arbeit weiterhin zu sichern! Der Kopf der AGiL ist wie ein Fähnchen im Winde und hat mittlerweile ALLE Bodengruppierungen durch. Überall ist er rausgeflogen, da er einzig und allein sein Ego befriedigen wollte und für sein eigenes Wohlsein gearbeitet hat. Die Mitarbeiter waren ihm ziemlich egal… siehe die unsägliche AT-Vereinbarung, oder die schlechten Ergebnisse aus Climb für die Mitarbeiter. Und die Anfangszeit von SCORE hat er als ehemaliger Gesamtbetriebsrat auch noch mitzuverantworten! Die Weichen die damals in Richtung Stellenabbau gestellt wurden, sind auf seinem Mist gewachsen!
    Nun versucht er einen neuen „Kuschelkurs“ zu propagieren und versucht dabei die Mitarbeiter „auf den Arm zu nehmen“ in dem er ihnen vorgaukelt, dass Harmonie mit der UFO oder der VC möglich ist. HAHAHA!! Diese beiden Gruppierungen waren immer nur auf ihr eigenes Wohlergehen aus. Wenn sie den Boden brauchen, dann schmusen sie mit uns, sobald sie ihre Ziele erreicht haben, sind ihnen die Bodenmitarbeiter schnurzepiepe egal!
    Liebe Kollegen und Kolleginnen,
    lasst Euch nichts ins „Boxhorn jagen“! Schaut mal hinter die lächelnde Fassade und macht Euch schlau hinter wem ihr da hinterher trabt und lasst Euch nicht wie „die Lämmer zum Schlachthof“ führen! Die Chance, dass die AGiL in den nächsten 20 Jahren mit am Tariftisch sitzt, Gewerkschaftsstatus oder gar zu einem „Dachverband“ wird, tendiert gegen null! Das wurde bereits durch die VB versucht und scheitert immer am Egoismus der einzelnen Mitglieder. Solange es nicht Menschen in diesem Unternehmen gibt, die uneigennützig Betriebsratsarbeit aus Loyalität zu den Mitarbeitern und dem Unternehmen betreiben, solange wird der Boden nicht einig voranschreiten können. Es gibt diese Menschen im Unternehmen, doch leider machen sie so gute Arbeit, dass sie von den Mitarbeitern nicht mehr gesehen werden, da sie keine Zeit für einen aggressiven Wahlkampf haben

  5. Rutschdrufrumski   4. Februar 2013 11:39 at 11:39

    Die verdi ist ein toter Gaul! Doch haben die reitenden Funktionäre immer noch nicht begriffen, dass der Ritt damit beendet ist! Bei einem Organisationsgrad von unter 5%, ist die verdi auschließlich der Erfüllungsgehilfe der Geschäftsleitung! Sich zu erdreisten hier auf dicke Hose zu machen ist mutig, aber auch sehr vermessen und dumm!

  6. Lufthanseat   4. Februar 2013 12:50 at 12:50

    Dank der Verdi-Tarifergebnisse hat sich seit 2007 mein Gehalt um 14,3 % gesteigert (ohne individuelle Steigerung, Einmalzahlung etc.)!

    Glaube nicht, dass dies als ein am Tropf des Vorstands hängender toter Gaul funktionieren würde.

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