LED – ein kleiner Schritt für uns, ein großer für das Weltklima

LED – ein kleiner Schritt für uns, ein großer für das Weltklima

Dass der weltweite Bedarf an Energie stetig steigt, ist keine Neuigkeit. Im World Energy Outlook der internationalen Energieagentur IEA aus dem Jahre 2014, wird eine Zunahme von 37 % bis 2040 prognostiziert. Das ist genau das Jahr, in dem die Nachfrage nach den fossilen Energieträgern wie Gas, Kohle und Öl ihren Höchststand erreichen wird.

Das Problem der Menschheit: Wir leben deutlich über unsere Verhältnisse. Bereits seit Mitte der 1980er Jahre übersteigt der Verbrauch der natürlichen Ressourcen für Konsum, Mobilität, Wohnen und Ernährung die Biokapazität der Erde. Wir wirtschaften also seit 30 Jahren auf Kosten der nächsten Generationen. Wenn alle Menschen dieser Welt einen solch üppigen Lebensstil wie in Europa pflegen würden, dann wäre dafür die 2,5-fache Kapazität der Erde benötigt. Aber wir haben nur diesen einen Planeten und daran wird sich auch so schnell nichts ändern. Denn der Aufbruch ins All wird noch lange auf sich warten lassen.

Mit LEDs den ökologischen Fußabdruck verkleinern

Unter dem Aspekt der Energieerhaltung sollte jeder einmal einen Blick auf die gute alte Glühbirne werfen. So manch einer wird sich schon die Finger an ihr verbrannt haben, als er diese auswechseln wollte. Der Grund dafür ist, dass die Glühbirne 95 % ihrer aufgenommenen elektrischen Energie als Wärme – also Strahlung im Infrarot-Bereich – abgibt. Nur 5 % davon sind sichtbares Licht, das eigentlich benötigt wird. Das ist ein wichtiger Aspekt im Zusammenhang mit den LEDs.

Bei einer Glühlampe wird die Leistungsaufnahme in Watt als Maß für die Helligkeit angegeben und das zu Unrecht, wie wir inzwischen wissen. Denn in einer Stunde verbraucht eine 60 Watt Birne zwar 60 Wattstunden oder 216 Kilojoule, aber davon werden eben nur 5 % oder 3 Watt zu sichtbaren Licht. Die restlichen 57 % verteilen sich als wärme im Raum und dieser Anteil der Energie ist somit verloren.

Nachhaltigkeit sieht anders aus und genau daher ist das Zeitalter der Glühlampe nach rund 140 Jahren von Edisons Patent nun zu Ende. Zum Vergleich: Die Lichtausbeute, bzw. das Verhältnis von Lichtstrom zu Leistungsaufnahme, liegt beispielsweise bei einer LED T8 Röhre rund sieben mal so hoch. Der Grund ist, dass LEDs nicht so warm werden und sich zugleich auch die Brandgefahr verringert.

Die Effizienz verschiedener Leuchtmittel

Soll die Effizienz der verschiedenen Leuchtmittel verglichen werden, dann bietet die Helligkeit im Verhältnis zur Leistungsaufnahme eine passende Größe. Gemessen wird die Helligkeit als Lichtstrom in Lumen (lm) – was heißt, dass das Verhältnis in Lumen pro Watt (lm/W) ausgedrückt wird.

Von einer 60-Watt-Birne wird ein Lichtstrom von rund 700 Lumen erzeigt und die Lichtausbeute beträgt also 12 lm/W (700 lm / 60 W). Sicherlich ist mehr möglich, wie beispielsweise bei einer Projektionslampe, aber dadurch verkürzt sich zugleich die Lebensdauer. Die Kompaktleuchtstoffröhren, bei denen es sich um die sogenannten Energiesparlampen handelt, verbessern die Ausbeute bereits beträchtlich auf rund 50 lm/W. Aber diese weisen gravierende Nachteile auf. Den insbesondere die Verwendung von Quecksilberdampf bereitet Probleme bei der Entsorgung und bei einem Bruchschaden bergen sie gesundheitliche Risiken.

Leuchtmittel wie die LED T8 Leuchtröhren erzeugen 700 Lumen Lichtstrom aus nur 8 Watt elektrischer Arbeit. Damit beträgt die Ausbeute fast 90 lm/W und das bedeutet sie ist fast sieben Mal höher wie die bei der Glühbirne. Umgekehrt kann gesagt werden, dass der Umwelt rund 85 % der Belastung erspart bleibt und der Verbraucher selbst spart die entsprechenden Verbrauchskosten.

Die Strompreise steigen seit Jahren an und dadurch sind sie leicht überkompensiert. Die lange Lebensdauer der LED T8 Leuchten und anderen LEDs ist in der besseren Umweltbilanz noch gar nicht eingerechnet. Je nach LED beträgt die Lebensdauer im Durchschnitt zwischen 15.000 und 25.000 Betriebsstunden. Berechnet wird diese Zahl so, dass rund 50 % der getesteten LEDs zum Ende dieser Zeit noch mindestens 70 % von dem ursprünglichen Lichtstrom abgeben. Einzelne LED können sogar 50.000 Stunden halten und sind dabei robust, vibrationsfest und bruchsicher. Zum Vergleich: Die empfindliche Glühbirne kommt selbst unter den günstigsten äußeren Bedingungen nur auf etwa 1.000 Stunden.

LEDs nutzen und Strom sparen

Seit vielen Jahren forschen Jong Kyu Kim und E. Fred Schubert auf dem Gebiet der LED-Lichttechnik. Bereits 2008 haben die beiden in ihrer Studie für die Optical Society of America OSA festgestellt, dass ein schrittweiser Austausch der herkömmlichen Lichtquellen gegen LED über 10 Jahre mehr als 10 Gigatonnen – 10.000.000.000 Tonnen – CO2-Emissionen vermeiden könnten. Zudem würde das Einsparungen von mehr als einer Billion US-Dollar bedeuten. Eine Billion, das ist eine Zahl mit 12 (!) Nullen und allein in Deutschland zeigen seriöse Berechnungen auf, dass eine Reduzierung des Klimakillers CO2 um 13 Mio. Tonnen möglich wäre.

Schon Konfuzius sagte: Auch der weiteste Weg beginnt mit dem ersten Schritt!

Also nicht die Wohnung mit Glühbirnen heizen, sondern die Wohnung mit LED ausleuchten! Der Beitrag von einem jeden ist wichtig und kann dazu beitragen, den ökologischen Fußabdruck zu verringern.

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