Text folgt ...

Kieler Wirtschaftsforscher: Sprudelnde Steuereinnahmen lassen Etatdefizite schrumpfen

11. Oktober 2012 17:30

Themen:   , , , , , , , , ,

00000

Kiel – Bund, Länder und Gemeinden können bei der Steuerschätzung Ende Oktober auf Mehreinnahmen in Milliardenhöhe hoffen. Berechnungen des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) für das “Handelsblatt” (Freitagausgabe) zeigen, dass der Gesamtstaat dieses Jahr wohl mit Mehreinnahmen von 4,7 Milliarden Euro gegenüber der letzten Steuerschätzung im Mai rechnen kann. 2013 dürften die Einnahmen mit 621,5 Milliarden Euro das zuletzt vorgesagte Aufkommen um 3,4 Milliarden Euro übersteigen – selbst dann, wenn man die von der Regierung geplanten aber vom Bundesrat blockierten Steuersenkungen berücksichtige.

Die steigenden Steuereinnahmen lassen die öffentlichen Haushalte gesunden. So wird der Bund laut Herbstgutachten der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute dieses Jahr nicht die veranschlagten 32 Milliarden Euro neue Kredite aufnehmen müssen, sondern nur 27 Milliarden Euro, und kommendes Jahr nur 13,5 Milliarden anstatt der geplanten 18,8 Milliarden Euro. Die Bundesländer werden laut IfW-Berechnungen dieses Jahr 8,7 Milliarden und nächstes Jahr 8,6 Milliarden Euro mehr ausgeben, als sie einnehmen. Schwarze Zahlen schreiben demgegenüber die Kommunen, die Überschüsse von 600 Millionen und 2,8 Milliarden Euro dieses und nächstes Jahr machen dürften, erwartet IfW-Finanzexperte Alfred Boss. Und die Sozialkassen werden dieses Jahr mit 15,7 Milliarden Euro sogar noch etwas höhere Überschüsse als im Vorjahr machen. 2013 dürfte ihr Plus dann auch wegen der geplanten Rentenbeitragssenkung auf 4,2 Milliarden Euro sinken.
Foto: Euroscheine, dts Nachrichtenagentur

Artikel bewerten

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>