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Google im 2. Quartal 2012 – ein Gigant auf dem Sprung?

18. September 2012 3:20

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Berlin – Der Suchmaschinenriese aus dem kalifornischen Mountain View, über den weltweit 80% und in Deutschland sogar rund 90% aller Suchanfragen im Internet abgewickelt werden, hat vor einiger Zeit seine Kennzahlen für das 2. Quartal 2012 vorgestellt. Wie nicht anders zu erwarten, geht auch in diesem Zeitraum die Umsatzkurve weiterhin steil nach oben. Wirtschaft .com ein Anlass, sich die Zahlen dieses Unternehmens einmal näher zu betrachten.

Mehr als 20% Umsatzsteigerung in einem Jahr

Während bereits das erste Quartal 2012 mit dem Umsatz von 10,6 Milliarden Dollar dem Google-Konzern ein Rekordergebnis bescherte, ist das Ergebnis des 2. Quartals noch einmal eine Dimension für sich, denn erstmals wurde die Marke von 12 Milliarden Dollar Umsatz übertroffen. Das Ergebnis von 12,21 Milliarden US$ entspricht einer Umsatzsteigerung von 21% gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres und von mehr als 15% gegenüber dem letzten Quartal. Den größten Teil des Umsatzes, nämlich 90% oder 11 Milliarden Dollar generiert Google immer noch aus Werbung, wobei 69% auf AdWords und 27% auf AdSense entfallen. Im selben Zeitraum des vergangenen Jahres stammten noch 96% des Umsatzes aus Werbung, was die Annahmen unterstreicht, dass das Unternehmen aus Mountain View sein Geschäftsfeld verlagert und ausbaut.


Grafik: Statista

Google auf Einkaufstour – Grund für sinkende Gewinne

Obwohl der Umsatz solche Rekordzunahmen verzeichnet, ist der Gewinn gegenüber dem letzten Quartal leicht gesunken, im Vergleich zum gleichen Quartal des Vorjahres jedoch um stolze 2,51 Mrd. Dollar oder 11% gestiegen. Der leichte Gewinnrückgang dürfte wohl auf den Kauf der Mobilfunk-Sparte von Motorola zurückzuführen sein. Die Umsetzung der mit dem Kauf von Motorola erworbenen Patente im Bereich Tablet und Smartphone wird sicher auch einen Teil des Gewinns beanspruchen. Mittlerweile gibt es ja ernstzunehmende Gerüchte, dass Google auch die Übernahme der kalifornischen Hardware-Designfirma “Mike and Maaike“ plant. Dieses Unternehmen ist maßgeblich an der Entwicklung der ersten Nexus-Phones beteiligt gewesen. Dies macht deutlich, dass das Interesse des Suchmaschinen-Giganten verstärkt auch in Richtung Hardware geht und damit der Gedanke naheliegt, dass ein echter Apple-Konkurrent in Bezug auf Smartphones und Tablets im Entstehen ist.

Durch die Motorola-Übernahme hat sich im Übrigen die Zahl der Beschäftigten bei Google nahezu verdoppelt und beträgt jetzt über 54.000 Mitarbeiter. Dabei entfallen rund 34.000 Angestellte auf Google selbst, während 20.000 für Motorola arbeiten.

Ein Gigant macht seinem Namen alle Ehre

In der beigefügten Grafik wird deutlich, wie sich die Verteilung des weltweiten Suchmaschinenmarktes im Moment darstellt. Dabei kann man unschwer erkennen, dass bis auf den nordamerikanischen Markt, wo die Konkurrenten Bing und Yahoo noch einen gewissen Stellenwert einnehmen, der Markt komplett von Google beherrscht wird. Diese Werte sind umso erstaunlicher, da beispielsweise in Russland 64% mit der Suchalternative Yandex arbeiten und in China mit Baidu ein weiterer Konkurrent am Start ist, der hier für 63% der Suchanfragen herangezogen wird, was trotzdem kaum ins Gewicht zu fallen scheint, wenn man die Grafik für den asiatischen Raum betrachtet.

Google auf dem Sprung – die Ruhe vor dem Sturm?

Der letzte Teil der angefügten Grafik gibt Auskunft über die Entwicklung des Kurses der Google-Aktie seit dem Jahr 2004. Dabei wird deutlich, dass der Wert des Papiers nach Spitzen zu Beginn dieses Jahres von rund 650 US Dollar zum Ende des zweiten Quartals 2012 wieder unter die 600-Dollar-Marke gesunken ist. Dies könnte durchaus auch mit einer gewissen Erwartungshaltung der Anleger zu tun haben, wie die Ankündigungen und Gerüchte über verschiedene Hardware-Produkte in die Tat umgesetzt werden.

Der aktuelle Börsenwert des Unternehmens Google beläuft sich auf rund 193 Milliarden US Dollar und die Kriegskasse für weitere Feldzüge im Bereich Soft- und Hardware ist mit circa 43 Milliarden Euro prall gefüllt. Es bleibt also spannend, wie die Entwicklung weitergeht.

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