Fruchtfliegen: So wird man die kleinen, lästigen Biester los

Fruchtfliegen: So wird man die kleinen, lästigen Biester los

Ein jeder kennt sie, die kleinen lästigen Fliegen, die nur 2 bis 4 mm groß sind und sich zu Scharen auf dem frischen Obst niederlassen und es ungenießbar machen: die Fruchtfliegen. Die Quälgeister holen wir uns bereits mit dem Einkauf von frischen Obst und Gemüse ins Haus, denn die Eier befinden sich bereits auf dem Obst und die Obstfliegen müssen dann nur noch schlüpfen. Die frisch geschlüpften Fruchtfliegen suchen wiederum neue Brutplätze und vermehren sich in Nullkommanichts.

Allerdings finden die Obstfliegen nicht nur an den schadhaften Stellen von Gemüse und Obst Brutstätten, sondern auch an anderen Orten in der Wohnung. Dabei kann es sich um die Bio- und Restmüllsäcke handeln, Essensreste oder sogar den Ausguss der Spüle. Damit werden die Fruchtfliegen sehr schnell zu einer Plage und dann stellt sich die Frage, wie man diese kleinen Plagegeister loswerden kann.

Fruchtfliegen: so entstehen sie

Eine Fruchtfliege ist circa drei Millimeter groß, gelb-braun mit hellroten Augen oder schwarz. Im alltäglichen Sprachgebrauch werden sie auch als Essigfliegen, Mostfliegen, Taufliegen oder Obstfliegen bezeichnet. Gern suchen diese kleinen Fliegen, an überreifen Obst und Gemüse ihre Brutstätten, wobei Stilansätze und schadhafte Stellen besonders beliebt sind. Dort legen die Tiere dann ihre Eier ab, damit die Larven gleich nach dem schlüpfen genügend Nahrung zur Verfügung haben. Doch auch Biomüll, Restmüll und Gelbe Säcke sind Orte, wo sich die Fruchtfliegen sehr wohl fühlen. Selbst Essensreste sollten nicht zu lange offen herumstehen.

Nach der Paarung legt ein Weibchen bis zu 400 Eier und das können, innerhalb weniger Wochen, hochgerechnet, Millionen von Obstfliegen sein, die in der Küche ihr Unwesen treiben. Von den Larven werden drei Stadien durchlaufen und dieser Prozess dauert rund 14 Tage an. In einem Jahr entwickeln sich mehrere Generationen und die letzte überwintert in sogenannten Tönnchenpuppen, bei dem es sich um das dritte Larvenstadium handelt.

Je nach Temperatur und Lebensbedingung kann die Lebensdauer einer Fruchtfliege 40 bis 50 Tage betragen. Fallen die Temperaturen unter 10 und über 32 Grad, dann können sich die Fruchtfliegen nicht weiter vermehren.

Tipps um die Fruchtfliegen loszuwerden

Man nimmt einen Apfel nichts ahnend aus dem Obstkorb und schon erhebt sich ein Schwarm von dutzenden kleiner, brauner Fliegen aus den Früchten, der sich dann im gesamten Raum verteilt.

Um Herr dieser Plage zu werden, und die Fruchtfliegen schnell und einfach bekämpfen zu können, kann man entweder eine Fruchtfliegenfalle selbst bauen oder kaufen. So können beispielsweise die Fruchtfliegen mit einem einfachen Flüssigkeitstrick ausgetrickst werden. Dazu werden etwas Obstsaft oder Apfelessig mit Wasser gemischt (Verhältnis 2:1) und dieser Mischung werden dann noch ein paar Tropfen Spülmitte beigemischt. Die Insekten werden von dieser süßlichen Flüssigkeit angelockt, wobei von dem Spülmittel die Oberflächenspannung des Wassers herabgesetzt wird. Dadurch können sich die kleinen Fliegen nicht auf der Oberfläche halten und ertrinken. Eine ähnliche Wirkung weißt Gebissreiniger auf.

Den Fruchtfliegen den Kampf ansagen

Die Fruchtfliegenfallen, die im Handel angeboten werden, arbeiten zumeist mit einem ähnlichen Trick. Auch sie bestehen aus einem Gefäß und Lockmitteln. Dabei ist das Gefäß jedoch so konstruiert, dass die Fliegen, die durch die Flüssigkeit angelockt werden, durch eine enge Öffnung in das Gefäß kriechen müssen, in dem sie dann gefangen sind und ertrinken. Allerdings sind die käuflichen Fliegenfallen nicht ganz günstig und schlagen oftmals mit einem Preis von 10 Euro und mehr zu Buche. In dem Fall ist eine selbst gebaute Obstfliegenfalle die günstigere Lösung.

Auch das Heiligenkraut (Olivenkraut), dass einen sehr intensiven Geruch aufweist, soll gegen Fruchtfliegen helfen, wenn es getrocknet wird. Zwar ist nicht belegt, wie gut das Olivenkraut wirkt, aber wird die getrocknete Pflanze in einem kleinen Leinensäckchen in der Küche ausgelegt oder als getrockneter Strauss aufgehängt, dann kann das eine hübsche Dekoration darstellen. Eine sehr gern genommene Eiweißzufuhr sind die Fruchtfliegen im Übrigen für das Fettkraut, bei dem es sich um eine fleischfressende Pflanze handelt.

Kann den Fruchtfliegen vorgebeugt werden?

Es ist wichtig, dass überreifes bzw. reifes Obst und Gemüse nicht herumliegt, wenn es darum geht, den Befall der Fruchtfliegen vorzubeugen. Von Früchten wird beim Reifeprozess das Gas Ethylen freigesetzt und dieses regt zugleich den Reifeprozess der anderen Früchte an. Ganz besonders von Äpfeln und Tomaten wird sehr viel von diesem Reifegas abgegeben, wodurch andere Früchte in ihrer Nähe schneller altern. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass diese Obst- und Gemüsesorten abseits gelagert werden, wobei ein Abstand von 50 cm als ausreichend bezeichnet wird.

Ebenfalls ist es hilfreich, wenn regelmäßig und gründlich gelüftet wird, denn so wird die Luft von den gärenden Gasen und anderen Lockstoffen befreit. Besonders in den Sommermonaten ist es ratsam, den Bio- und Restmüll-Abfall häufiger zu entsorgen, denn ansonsten wird den Fruchtfliegen eine wahre Auswahl an Brutstätten geboten, wodurch Brutherde entstehen.

Fruchtfliegen nicht mit Trauermücken verwechseln

Die Fruchtfliege ist auf den ersten Blick kaum von der Trauermücke zu unterscheiden. Jedoch legen Letztere ihre Eier sehr gern in feuchter Blumenerde ab, um sich zu vermehren. Auch hier macht ein einfaches Hausmittel Schluss mit der Plage: Ein Streichholz kopfüber in die Erde gesteckt und durch den Schwefel-Bestandteil im Zündkopf werden die Larven abgetötet. Dadurch wird ein weiteres Einnisten der Trauermücken verhindert. Jedoch sollten die Zündhölzer alle paar Tage ausgetauscht werden.

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