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Ehe auf Zeit im Iran: Liebe und Sex unter den Augen der Mullahs

22. Oktober 2014 17:07

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Teheran – Noch eine Unterschrift, dann ist dieses Paar verheiratet. Im Iran können Mann und Frau nur mit Trauschein. Die Partnersuche übernehmen meistens die Eltern. Schahrus Tawakol, ein Filmemacher, erläutert seine persönlichen Erfahrungen: “In unserer Gesellschaft bist du nur jemand, wenn du verheiratet bist. Seit meiner Hochzeit gehen die Leute anders mit mir um. Ich habe das Gefühl, dass mich meine Familie, meine Verwandten und meine Freunde ernster nehmen seither.”

Scheidungen sind eigentlich nicht vorgesehen. Doch inzwischen wird im Iran jede fünfte Ehe geschieden, in Teheran ist es sogar jede dritte. Außerdem hat sich das Heiratsalter erhöht, bei Männern von 24 auf 25 und bei Frauen von 18 auf 22. Viele machen dafür die schlechte Wirtschaftslage und die hohe Jugendarbeitslosigkeit verantwortlich.Ein Ausweg könnte die Ehe auf Zeit sein. Die Zeitdauer variiert zwischen einer halben Stunde und 99 Jahren. Mahmud Rahimipur-Jasdi ist Geistlicher: “Mit der Zeitehe kann die Gesellschaft die Jugend unterstützen. Wir müssen sie fördern, damit unsere Jugend nicht durch den Westen und nicht-islamische Kulturen vom Weg abkommt.”

Doch der Westen ist längst angekommen im Iran. 80 Prozent der Studentinnen hatten bereits einen Freund und sogar Sex. Und das, obwohl Sex ohne Trauschein eigentlich streng verboten ist.

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