Cloaking: Affiliate Links richtig maskieren

Cloaking: Affiliate Links richtig maskieren

Affiliate Marketing wird laut Lexikon auch Partnerprogramm genannt und ist eine Vertriebslösung über das Internet. Ein Shopbetreiber, auch Merchant genannt, stellt im Rahmen dieses Partnerprogramms seinem Vertriebspartner, dem Affiliate, geeignete Werbemittel zur Verfügung. Konkret handelt es sich dabei um Links, die direkt auf der Internetseite des Vertriebspartners eingebaut werden. Dabei können ganze Shops oder auch einzelne Produkte verlinkt werden. Mit entsprechenden Parametern innerhalb eines solchen Affiliate-Links kann der Vertriebspartner eindeutig vom Merchant identifiziert werden und so seine Provision erhalten.

Ohne diese Links, ob nun für Werbemittel oder zum Zweck des Trackings, ist eine Zusammenarbeit von Merchant und Affiliate nicht denkbar. Erst wenn diese auf der Webseite des Affiliates eingebunden sind, die Besucher ihm folgen und anschließend eine gewünschte Aktion ausführen, kann eine Zuordnung und eine Provision erfolgen. Die Links, die der Affiliate vom Merchant, bzw. vom Affiliate Netzwerk dafür erhält, sind jedoch alles andere als homogen und in den seltensten Fällen optimal. Oftmals beginnen sie mit Drittdomains und bestehen meist aus einer wilden Kombination von Zahlen, Buchstaben und Zeichen und sind schon aufgrund ihrer Länge und der Vielzahl der angehängten Parameter für Außenstehende wenig vertrauenserweckend. Manche Besucher wiederum erkennen zwar sofort den Affiliate Link, klicken aber nicht darauf, da sie dem Seitenbetreiber die Provision nicht gönnen.

Link Cloaking Plugin für WordPress

Abhilfe lässt sich schaffen, indem man die Affiliate Links maskiert (Link Cloaking). Bei kleineren Webseiten oder wenigen zu verändernden Links kann dies durch konventionelle „Handarbeit“ gelöst werden. Will man seine Internetseite jedoch professionell gestalten und hat dementsprechend viele Links, empfiehlt sich ein Plugin. Ein sehr gutes Plugin für WordPress ist das „Link Cloaking Plugin“, das einem die ganze Arbeit sehr komfortabel abnimmt. Es ist sehr schnell installiert, indem man einfach das Paket entpackt, per ftp in den Plugin Ordner seiner WordPress Installation hochlädt und im Backendbereich aktiviert.

Nach der Aktivierung des Plugins kann unter dem Punkt Einstellungen è Link Cloaking, das Plugin ganz den eigenen Wünschen entsprechend konfiguriert werden. Es lässt sich beispielsweise einstellen, ob Links manuell oder ob alle Links sämtlicher Artikel und Seiten automatisch maskiert werden sollen. Das Plugin ist außerdem recht übersichtlich strukturiert. Im Bereich Link Cloaking sieht man eine Statistik mit allen eingegebenen Links, mit Linkziel, Kurz-URL und der Anzahl der Aufrufe. Unter dem Menüpunkt „Add new Link“ kann man neue Affiliate Links eingeben. Hierzu wählt man einen eigenen Shortlink unter der eigenen Domain aus und gibt den Affiliate Link aus. Am besten gibt man dem Link einen aussagekräftigen Titel, wie beispielsweise den Namen des Affiliatepartners oder des Produkts. Eine weitere sehr praktische Funktion ist auch das „Auto Replace Affiliate Link to Short Link“. Damit wird jeder Link, der irgendwo im Text auftaucht automatisch in einen maskierten Link umgewandelt. Neben Übersichtlichkeit und Ordnung bietet Link Cloaking aber noch jede Menge andere Vorteile:

Erhöhung der Click-Through-Rate

Maskierte Links erscheinen beim Mouseover und im Quelltext nicht länger als kryptischer Trackinglink. Das wirkt Misstrauen gegen nicht identifizierbare Links und Provisionsmissgunst entgegen. Und auch aus Usersicht haben maskierte Links den Vorteil wesentlich kürzer und leichter zu merken zu sein. Außerdem weisen sie keine komplizierten Sonderzeichen und Parameter mehr auf, die verloren gehen und den Link damit beschädigen könnten. So lässt sich auch die Landingpage besser und usergerechter beschreiben als es ein unmaskierter Link könnte.

Rankingverluste vermeiden

Ein weiterer Aspekt, der nicht unterschätzt werden sollte, ist, dass mittels maskierter Links Suchmaschinen der Werbeinhalt einer Seite verborgen bleibt. Besonders Google erkennt Affiliate Links und mag diese nicht besonders, da das Verhältnis zwischen wertvoller Inhalt und Werbung auf einer Seite oft nicht ganz passt. Das kann so weit gehen, dass sich diese Links negativ auf das Ranking der Webseite auswirken. Auf Nummer sicher kann man gehen, indem man den maskierten Link mit einem Nofollow-Attribut versieht und dem Google Crawler über einen Eintrag in der Robots.txt mitteilt, dass die vermeintliche Zielseite nicht besucht werden darf.

Leichter dem Spamfilter entgehen

Werden Links in E-Mails maskiert, entgehen sie leichter dem Spamfilter. Gleichzeitig minimiert man die Gefahr, dass sie durch Zeilenumbrüche ihre Funktion verlieren, als es bei langen Links oft der Fall ist.

Erleichterte Linkverwaltung

Werden die Links zu den Produkten vom Partnerprogramm geändert, laufen mitunter alle Affiliate-Links ins Leere und geben einen 404-Fehler aus. Alle Links wieder entsprechend zu aktualisieren kann viel Arbeit bedeuten. Nutzt man hingegen das Plugin können bereits erstellte Links im Handumdrehen über das Tool bearbeitet werden. Das erspart viel Zeit und Nerven.

Zusätzliches Tracking

Ein zusätzliches Tracking der maskierten Links ermöglicht es herauszufinden, welche Seiten oder Blog-Posts einen besonders hohen Anteil an der Vergütung haben.

AdBlocker umgehen

Adblocker suchen unter anderem gezielt nach Bildern, die mit Affiliate Links versehen sind um sie als Werbebanner zu identifizieren. Wenn man die Werbemittel auf dem eigenen Server hostet und zusätzlich ein maskierter Link genutzt wird, können mitunter auch AdBlocker umgangen werden. Dabei sollte man sich jedoch vorab beim Merchant versichern, ob er das Kopieren der Werbemittel auch erlaubt.

Das Maskieren von Links macht aus Sicht eines Affiliates eine Menge Sinn. Die Gründe dafür können individuell verschieden ausfallen. Ob man nun den Link schlicht auf eine komfortable Länge verkürzen, das Vertrauen in seine Inhalte stärken, den Besuchern kryptische Affiliate Links ersparen will oder eine genaue Nachverfolgung von Google vermeiden möchte: die Liste möglicher Einsatzzwecke ist lang. Technisch gesehen handelt es sich dabei fast immer um einfache Weiterleitung und ein Mittel zur Verwaltung von Links auf einer Seite. Ob man sie nun einsetzen will oder nicht, als Affiliate sollte man die Vorteile von Link Cloaking auf jeden Fall kennen. Allerdings sollte man auch bedenken, dass durch Link Cloaking Webseitenbesucher auf eine falsche Fährte gelockt werden. Es ist nichts Illegales dabei, einen Link zu maskieren. Aber es könnte passieren, dass der eine oder andere Besucher verärgert ist, wenn er auf einen Link klickt, der augenscheinlich auf eine Seite innerhalb des Blogs weiterleitet, man stattdessen jedoch auf einer externen Webseite landet. Solange das Angebot jedoch fair ist und die erscheinende Seite auch Produkte oder Leistungen enthält, die dem Besucher von Nutzen sein können, sollte es keine Probleme geben.

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