Brüsseler Banken-Pläne stoßen auf Zustimmung

Frankfurter Bankenhochhäuser, Moritz Sirowatka, Lizenz: dts-news.de/cc-by

Brüssel/Berlin – Die Vorschläge des finnischen Notenbankchefs Erkki Liikanen, der unter anderem eine Trennung der Investment- und Kundensparte von Großbanken ins Gespräch gebracht hatte, sind überwiegend positiv aufgenommen worden. „Der kleine Sparer muss künftig vor den Folgen von Zocker- und Risikogeschäften von Banken geschützt werden. Wir brauchen eine hohe Brandmauer zwischen dem Investmentbank- und dem klassischen Kundengeschäft“, sagte der CSU-Europaabgeordnete Markus Ferber dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Mittwochausgabe).

Die USA und Großbritannien hätten „ähnliche Mechanismen bereits eingeführt“, so Ferber weiter. Auch aus der Bankenwelt kam Zustimmung: „Der Liikanen-Vorschlag ist eine gute Sache“, sagte Carsten Brzeski, Chefvolkswirt der Großbank ING, der Zeitung. „Es ist auch im Interesse eines Geldhauses, dass eine Sparte mit wenigen Mitarbeitern und hohen Umsätzen, nicht eine ganze Bank ins Wanken bringt. Wir müssen die tödliche Spirale zwischen Bankenkrise und Staatsschuld durchbrechen.“
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