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Brüderle: Austritt Griechenlands aus Euro finanziell beherrschbar

17. Mai 2012 18:40

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Berlin – FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle sieht keinen Anlass für Nachverhandlungen über das Hilfspaket für Griechenland. “Anders als vor zwei Jahren könnte die Euro-Zone einen Austritt Griechenlands heute eher verkraften. Dieser würde viel Geld kosten, wäre aber beherrschbar”, sagte Brüderle dem “Handelsblatt” (Freitagsausgabe).

Die Entscheidung liege aber in Athen und nicht in Berlin – die Griechen müssten selbst abwägen, ob die Wiedereinführung der Drachme ihrer wirtschaftlichen Gesundung mehr helfe als der Verbleib in der Eurozone, sagte Brüderle. Zugeständnisse für eine Zustimmung der SPD zum dauerhaften Rettungsschirm ESM kommen für Brüderle nicht in Frage: “Hier geht es um die Zukunft Europas. Wir sind nicht auf dem Basar”, sagte Brüderle. 26 Länder hätten dem Fiskalpakt in Europa zugestimmt. “Ich setze auf die Vernunft der SPD. Und ich lasse mich nicht von der SPD erpressen”, sagte der FDP-Politiker. Die von der SPD geforderte Finanztransaktionssteuer bezeichnete Brüderle als ökonomischen Unsinn. “Eine solche Steuer trifft besonders die Kleinanleger. Die Großen schließen ihre Geschäfte dann eben nicht mehr in Frankfurt, sondern in London ab”, sagte der FDP-Fraktionschef.
Foto: Rainer Brüderle, dts Nachrichtenagentur

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