Banknoten brauchen brauchen Geldwäsche

Banknoten brauchen brauchen Geldwäsche

Schweizer-Franken Banknoten brauchen brauchen GeldwäscheBern – Eine Untersuchung von Infektiologen und Mikrobiologen hat ergeben: Der Schweizer Franken gehört zu den schmutzigsten Banknoten. In erster Linie sitzen auf den Geldscheinen Staphylococcus aureus, Escherichia coli und Vancomycin-resistente Enterokokken. Viele Faktoren führen zur Kontamination des Papiergeldes, auch das Material spielt eine Rolle. Heute werden Polymere eingearbeitet. Durch sie wird der Geldschein nicht nur widerstandsfähiger, sondern auch das Einarbeiten von Sicherheitsmerkmalen wird erleichtert. Dieses Material erweist sich jedoch als guter Nährboden. Der rumänische Leu etwa, aus Polymeren gefertigt, zeigte sich in den Untersuchungen deutlich stärker verseucht als die polymerfreie, indische Rupie.

Keine Angst vor Schmutzgeld

Die Angst vor dem kontaminierten Geld ist dennoch unbegründet, denn bei normalem Hygieneverhalten mit regelmäßigem Händewaschen, besteht für einen Menschen mit einem intakten Immunsystem keine Gefahr. Von der Kombination Speisen und Geldscheine ist jedoch abzuraten. Wer mit Lebensmittel arbeitet, sollte deshalb nicht zwischendurch kassieren oder mit Geldscheinen in Berührung kommen. Japan will die gefahrlosigkeit nicht glauben und schützt seine Bewohner vor den Geldbakterien. Im Land der aufgehenden Sonne werden die Geldautomaten mit Heißluft durchströmt und die Banknoten auf 200 Grad erhitzt. Der Yen kommt hygienisch einwandfrei aus dem Automaten in die Hand des Japaners. Nachdem die Schweizerische Nationalbank gerade eine neue Banknotenserie produziert, auf Polymerbasis, könnte Japan zum Vorbild werden. Der Franken würde dann zwar nicht reingewaschen, doch durch Hitze entkeimt. Die aktuelle Studie zeigt im Prinzip jedoch kein überraschend neues Ergebnis, denn bereits Mastercard ließ Papiergeld aus verschiedenen Nationen untersuchen, der Schweizer Franken ging auch aus dieser Studie als Schmutzfink unter den Banknoten der Welt hervor.

Universität Oxford weiß es schon lange

Der Franken befindet sich innerhalb Europas allerdings in bester Gesellschaft. Eine Studie der Universität Oxford stellt auch der schwedischen und dänischen Krone kein gutes Zeugnis aus. Im Schnitt weisen diese Banknoten 40.000 Bakterien auf. Der Euro hingegen zeigt sich mit 11.000 Bakterien pro Schein als relativ sauberes Geld. Weltweit gelten Japan, Irland und Australien als die Länder mit den saubersten Banknoten. In China fühlen sich die Bakterien auf den Scheinen am wohlsten. Laut den Oxforder Wissenschaftlern reichen bereits rund 26.000 Bakterien aus, um eine Infektionskrankheit auszulösen. Wichtig ist auch für sie die Trennung von Geld und Nahrungsmittel. Ebenfalls empfehlen sie, nach dem Berühren der Geldscheine den Kontakt mit den Schleimhäuten zu vermeiden. Münzen weisen meist einen Kupferanteil auf. Sie zeigen sich kaum kontaminiert, da Kupfer antibakteriell wirkt. Doch ob verseucht oder nicht, weder in China noch anderswo macht Geld nur dann krank, wenn es fehlt, aus Sorge und Not.

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